Seit gestern laufen bei den Para-Dressurreitern die Wertungen für die Teams parallel zur Qualifikation zur Kür. Mit den Herausragenden Leistungen konnten die US-Amerikaner den Titel holen – auf dem Rücken der drei Hannoveraner, die zum Team gehörten.
Völlig unbeeindruckt vom Jubel im Stadion stand die Vitalis/Ramiro’s Bube-Tochter Vianne (AHS) (Z.: Cathrine Haddad, Wellington/USA) da – und kratzte sich erst einmal genüsslich am Vorderbein. Die zehnjährige Schimmelstute schien genau zu wissen, dass sie Großes geleistet hatte und ließ sich von nichts aus der Ruhe bringen. Im Sattel saß Kate Shoemaker, die gerade den Schlussgruß absolviert hatte. Liebevoll schlang sie ihrer Sportpartnerin die Arme um den Hals, überschüttete sie mit Lob und strahlte über das ganze Gesicht. 80,460 Prozent lautete das Urteil der Richter für einen Ritt, der mit Harmonie, Durchlässigkeit und Ausdruck überzeugte. Vor allem aber besiegelte er, was seit dem Vortag in der Aachener Luft gelegen hatte: Gold für die USA im Teamwettbewerb der Para-Dressur. Gemeinsam mit Fiona Howard und Diamond Dunes v. De L’Or/Wolkentanz (Z.: Klaus-Dieter Mansholt, Jemgum) (79,300 Prozent, Grade II), Marie Vonderheyden und Fan Tastico H (76,375 Prozent, Grade I) sowie Rebecca Hart und Floratina v. Fidertanz/Rubin-Royal (Z.: Dr. Susanne Rauth, Holzminden) (73,533 Prozent, Grade III) kam das US-amerikanische Team auf 236,135 Prozentpunkte – ein bis dahin weltweit unerreichtes Ergebnis. „Das ist so großartig“, freute sich Kate Shoemaker. „Als Letzte für das Team ins Viereck zu gehen, bringt normalerweise immer einen gewissen Druck mit sich. Doch meine Mädels hatten zuvor so großartige Leistungen gezeigt, dass ich ganz befreit reiten und sehen konnte, was möglich ist.“
[Pressemitteilung Aachen]