Dr. Jochen Wilkens, bis 2006 Zuchtleiter und Geschäftsführer des Hannoveraner Verbandes, ist am 15. August im Alter von 85 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Sein Leitspruch lautete: „Stah fast, kiek wiet un röög Di“ – stehe fest, schau weit und mach was.
Am 1. März 1982 übernahm der Landwirtssohn aus der Nähe von Verden die Zuchtleitung des Verbandes hannoverscher Warmblutzüchter. Über 24 Jahre verantwortete er gemeinsam mit den Vorsitzenden Herwart von der Decken, Friedrich Jahncke und Manfred Schäfer die Geschicke des Verbandes. In seine Amtszeit fielen bedeutende Weichenstellungen: der Umzug der Verbandszentrale nach Verden, die Einführung der Zuchtstutenprüfung, die Förderung der Springpferdezucht, die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde, die Ausweitung des Zuchtgebietes nach Sachsen-Anhalt und Hessen sowie die Organisation der Tochterverbände in aller Welt.
Seiner Weitsicht war es zu verdanken, dass er sich dabei auf das Expertenwissen in seinem Team stützte. War er von einem Projekt überzeugt, legte er all seine Kraft in die Umsetzung. 2006 wurde er mit der Goldenen Ehrennadel des Verbandes und der Gustav-Rau-Medaille der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ausgezeichnet.
Die Entwicklung des Hannoveraner Verbandes blieb ihm zeitlebens ein Anliegen und er war ein gern gesehener Gast in Verden. Man wird ihn in Erinnerung behalten für seine Durchsetzungskraft, Geradlinigkeit, Verlässlichkeit und seinen Humor. Seiner Familie wünscht das gesamte Team des Hannoveraner Verbandes die notwendige Kraft für die kommende Zeit.
Die Trauerfeier wird Anfang September in der Niedersachsenhalle in Verden stattfinden, eine weitere Konkretisierung erfolgt in Kürze.