Hannoveraner Hengstkörung

Hannoveraner_Zucht_Hengstkoerung_Dreiecksbahn_Verden

Auf der Hauptkörung werden zweieinhalbjährige vorselektierte Hengste vorgestellt. Hierfür reist eine Auswahlkommission durch das Zuchtgebiet und wählt ca. 100 Hengste aus, die am letzten Oktoberwochenende in Verden der Körkommission vorgestellt werden.
Für die zweite Körung im Dezember oder die Körung unter dem Reiter ist keine Vorauswahl erforderlich.

Körung unter dem Reiter

Die Körung unter dem Reiter findet am Dienstag, 9. April, in Verden statt.

Folgender Ablauf ist ab 9 Uhr vorgesehen:
• Vorstellung an der Hand auf dem Pflaster
• Freispringen
• Vorstellung unter dem Reiter mit Beurteilung der Grundgangarten und der Rittigkeit.
• Das Absolvieren eines Parcours erfolgt für vierjährige und ältere Hengste freiwillig.

Zugelassen sind dreijährige und ältere Hannoveraner und rheinische Hengste, die aufgrund ihrer Abstammung die Voraussetzung für die Eintragung in das Hengstbuch I des Verbandes erfüllen sowie Hengste anderer Populationen mit absolvierter Leistungsprüfung. Anmeldungen für diese Termine bitte spätestens bis zum 17. März an die Verbandsgeschäftsstelle, z. Hd. Ulrich Hahne (E-Mail: uhahne@hannoveraner.com) oder online über MeinHannoveraner. Die Anmeldung muss die Lebensnummer und Abstammung des Hengstes sowie Name und Anschrift des Besitzers enthalten. Die Anmeldegebühr beträgt 75 Euro. Bei Anmeldungen, die nach dem 17. März eingehen, wird eine Nachmeldegebühr in Höhe von 50 Euro erhoben. Wir weisen darauf hin, dass für alle Hengste vorher eine tierärztliche Untersuchung sowie das Röntgen Pflicht sind.

Ergebnisse Hengstanerkennung am 09.03.2019 (Sporttest)

Kopf-Nr. Name Geb. Jahr Abstammung Besitzer Ergebnis
5 Can Tici 2015 Cornet Obolensky/Canto Böckmann Pferde GmbH, Lastrup gekört
8 Cascador Air 2015 Cascadello I/Con Air Böckmann Pferde GmbH, Lastrup gekört
9 Cavani 2015 Cornet Obolensky/Diarado Zuchthof Rene Tebbel, Emsbüren gekört
35 Lanzardo 2014 L'Unica/Stakkato Massener Heide, Unna gekört

Ergebnisse Hengstanerkennung 20. Februar (Sporttest)

Kopf-Nr. Name Geb. Jahr Abstammung Besitzer Ergebnis
1 Alpha Royal 2015 Antango/Fidertanz Birte Ahlers, Hatten gekört
7 Cashmere 2015 Cristallo/Contender Gestüt Gut Neuenhof KG, Nideggen gekört
8 Casselot 2015 Cassoulet/Lancelot Quainton Hengststation Maas J. Hell, Klein Offenseth gekört
9 Castle Creek 2014 Casall/Carthago Holsteiner Verband, Elmshorn gekört
16 Cornet de Semilly 2015 Cornet Obolensky/Diamant de Semilly Gestüt Sprehe, Löningen gekört
18 Crack 2015 Cornet Obolensky/Candillo Holsteiner Verband, Elmshorn gekört
19 D'alessandro 2014 Don Frederic/Stedinger Equus Invest AG, Kürten gekört
20 Damon Gold 2014 Damon Hill/Fürst Romancier Lone Bogh Henriksen, Mühlen gekört
40 San Giovanni 2014 Stakkato Gold/Calato Gestüt Sprehe, Löningen gekört
45 Toys 2014 Toulon/Quidam de Revel Haupt- u. Landgestüt Neustadt (Dosse) gekört
46 United Way 2015 Uriko (Clooney NLD)/Concerto II Holsteiner Verband, Elmshorn gekört

Hengstanerkennung 22. Januar 2019

Name Abstammung Besitzer Ergebnis
Anthony/T. Duke of Hearts xx - Vivus/T. Hendrik Reinelt gekört
Batton Rouge Bordeaux - Rotspon Thore Kockerols gekört
Kros/T. Ajbek/T. - Sword xx Jens Hoffrogge gekört
Fellini/T. Berlusconi/T.-Grafenstolz/T. Margit Eisner nicht gekört

Archiv Hengstkörung und Hengstmarkt

Zahlen, Daten und Fakten! Im Archiv finden Sie die Statistiken die vergangener Hengstkörungen und Hengstmärkte. Nach Jahren sortiert erhalten Sie hier Überblick über die Anzahl der verkauften Pferde und deren Preisgestaltung. 

Hengstkörung und Hengstmarkt 2018

Hannoveraner Hengstkörung und Hengstmarkt 2018

Verden bebt: Rekordpreis 2.010.000 Euro - Hannoveraner Hengstmarkt mit spektakulärem Ergebnis

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» Körergebnisse

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Verden bebt: Rekordpreis 2.010.000 Euro - Hannoveraner Hengstmarkt mit spektakulärem Ergebnis

Beim Hannoveraner Hengstmarkt fielen alle Grenzen. Für den sensationellen Spitzenpreis von 2.010.000 Euro wurde ein Prämienhengst v. Vivaldi/Dancier versteigert. Der Jahrgang 2016 entfachte ein wahres Preisfeuerwerk. Für die 50 gekörten Hengste mussten durchschnittlich 130.960 Euro angelegt werden.

 

Die Zuschauer in der ausverkauften Niedersachsenhalle hielt es nicht mehr auf den Sitzen, als Auktionator Frederik De Backer nach über 20-minütigem Bieterduell den Prämienhengst v. Vivaldi/Dancier an die Hengsthalter Schockemöhle/Helgstrand für sagenhafte 2.010.000 Euro versteigerte – ein bislang bei einer Verbandsauktion in Deutschland noch nicht erreichter Spitzenpreis. Der bewegungsstarke, moderne Dunkelfuchs stammt aus der Zucht von Ulrike Buurman, Greifenstein, und wurde von der Hengsthaltung Kemper, Heiden, ausgestellt. Zuvor hatten die beiden Hengsthalter bereits für einen typvollen Rappen v. Lord Leatherdale/Boston (Z.: ZG Pleines, Uedem, Ausst.: Sabine Rüben, Würselen) 800.000 Euro angelegt, der als erster Prämienhengst das Auktionsrund betreten hatte. Wie gut das Verdener Vermarktungssystem funktioniert, zeigte der Prämienhengst v. Dimaggio/Sir Donnerhall. Als Fohlen entdeckte Ernst Kemper den athletischen Dunkelfuchs aus der Zucht von Dieter Hilz, Spiegelau, an gleicher Stelle. Zwei Jahre später veranlasste der Hengst seinen Aussteller zum zweiten Mal an diesem denkwürdigen Tag zu großem Jubel. Für 570.000 Euro sicherte sich ein norwegischer Hengsthalter das Ausnahmetalent.

 

Auch die Springpferde hatten es in sich. Nach den überzeugenden Auftritten beim Freispringen war es ein Prämienhengst v. Kannan/Stolzenberg aus der Zucht und dem Besitz von Ulrich Heuer, Bienenbüttel, der der bestbezahlte Parcoursnachwuchs war und 150.000 Euro in die Kasse seines Züchters spülte. Der mit enormem Vermögen ausgestattete Dunkelbraune kommt in Olympische Hände. Wie schon bei der 135. Elite-Auktion vor 14 Tagen hatte der Ire Cian O’Connor das Spitzenpferd erworben – jetzt hat der Olympiadritte von London einen weiteren Hannoveraner ersteigert.

 

„Diese Körung setzte neue Maßstäbe für die Zucht und für die Vermarktung und ist das Ergebnis der kontinuierlichen Entwicklungsarbeit im Hannoveraner Verband“, fasste Zuchtleiter Dr. Werner Schade zusammen. Schon vor dem Hengstmarkt deutete sich bei der Körung auf der Dreiecksbahn, beim Longieren, beim Freispringen und Freilaufen die überragende Güte des Jahrgangs 2016 an. 93 hochkarätige Zweieinhalbjährige hatten sich der Körkommission gestellt. Insgesamt wurden 46 Dressurhengste gekört, von denen zwölf die Niedersachsenhalle als Prämienhengste verließen. Von den 14 gekörten Springhengsten wurden sieben mit einer Prämie ausgezeichnet. „Die Qualität war sehr hoch. Der Jahrgang präsentierte sich mit vielfältigen Blutlinien und sehr modernen Pferden“, sagte Körkommissarin Heike Kemmer. Und Hans-Heinrich Meyer zu Strohen fügte hinzu: „Der sehr hohe Qualitätsdurchschnitt hat sich täglich noch gesteigert.“ Auch der international erfolgreiche Springreiter Jörg Münzner, ebenfalls Mitglied der Körkommission, war voll des Lobes: „Wir können sehr zufrieden sein mit der Qualität der Springhengste. Der Jahrgang hatte echte Spitzen, aber alle Hengste haben sich gut gezeigt!“

 

Die nicht gekörten Hengste weckten ebenfalls Begehrlichkeiten. Allen voran ein Schwarzbrauner v. Le Vivaldi/Rotspon (Z.: Elizabeth Kapp, Clüversborstel, Ausst.: Heiko Klausing, Eydelstedt). Er wurde für 54.000 an eine Hannoveraner Züchterin aus der Lüneburger Heide verkauft – er ist ein ehemaliges Luhmühlener Auktionsfohlen. Der Durchschnittspreis der 32 Pferde belief sich auf 18.758 Euro. Das bedeutete ein Plus von gut 1.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.

 

Gleich drei Mal wurde beim Schauprogramm vor dem Hengstmarkt die Goldene Ehrennadel des Hannoveraner Verbandes verliehen. Seit vielen Jahren haben Klaus Bünger, Oetzen, Willi Koppelmann, Freiburg/Elbe und Rudolf Rehkamp, Bersenbrück, als erfolgreiche Züchter und Hengstaufzüchter das Bild der Verdener Körungen maßgeblich geprägt. Besondere Höhepunkte sind die Auswahl von Hannoveraner Hengst und Hannoveraner Stute des Jahres. Hengst des Jahres 2018 wurde der Beltain/Romadour II-Sohn Belissimo M (Z.: Dieter Niesar, Kranenburg). Mit dem Titel „Stute des Jahres 2018“ darf sich Dorina v. Drosselklang II/Grannus (Z.: Wilhelm Leymann, Bassum) schmücken.

 

 

Hengstkörung und Hengstmarkt 2017

» Statistik Hengstkörung und Hengstmarkt

» Letzte Meldungen incl. Liste der gekörten und nicht gekörten Hengste 

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Mit großer Spannung wurden Hengstkörung und Hengstmarkt in Verden erwartet. Schon bei der Vorauswahl deutete sich die überzeugende Qualität des Jahrgangs 2015 an, sodass sich 108 Hengste – 24 mehr als im Vorjahr – in der Niedersachsenhalle um das Prädikat „gekört“ bewarben. 78 Zweieinhalbjährige erhielten grünes Licht, 18 von ihnen wurden als Prämienhengst gefeiert.  

 

„Die Hengste haben sich nach der Vorauswahl gut entwickelt“, sagte Heike Kemmer, Mitglied der Körkommission. „Vor dem Hintergrund des so oft bekrittelten Rückgangs der Bedeckungszahlen war ich begeistert, so eine gute Qualität mit einer so breiten Spitze zu sehen.“ 53 Hengste mit Dressurgenen wurden gekört, 13 außerdem mit einer Prämie ausgezeichnet. Von den 37 Hengsten mit Springblut im Pedigree wurden 25 gekört und fünf als Prämienhengste ausgezeichnet. Zum ersten Mal gehörte Jörg Münzner zur Körriege. „Es war beeindruckend, wie sich die Zweieinhalbjährigen gezeigt haben. Auch nach drei Tagen zeigten sie sich noch topfrisch“, sagte der erfolgreiche Springreiter und Trainer.

 

Das alles weckte große Erwartungen an den Hengstmarkt. Die wurden am Samstagnachmittag in der ausverkauften Niedersachsenhalle bei der Auktion der gekörten und nicht gekörten Hengste erfüllt. Preisspitze wurde ein Sezuan/Donnerhall-Sohn aus der renommierten Zucht von Willem Klausing, Diepholz. Schon das Startgebot für den großrahmigen und mit beeindruckendem Bewegungspotential ausgestatteten Dunkelfuchs lag bei 100.000 Euro. Das Bieterduell endete für den rheinisch gebrannten Prämienhengst erst bei 650.000 Euro. „Helgstrand Dressage“ wird ihn mit nach Dänemark nehmen. Er wird nicht alleine reisen, Boxennachbar wird ein Finest/De Niro-Sohn (Z.: Günter Lindwehr, Alfhausen, Ausst.: Bernhard Ruwe, Nortrup) werden, der den Zuschlag bei 360.000 Euro erhielt. Denselben Preis erzielte ein Rappe v. Toto Jr./Sandro Hit (Z.: J. W. Holtland, Ysselmuiden/Niederlande, Ausst.: Home of Stallions, Velen).
Den teuersten Springhengst erwarb ein Gestüt in Rheinland-Pfalz. Der Hengststation war der mit scheinbar grenzenlosem Vermögen ausgestattete Cascadello/For Keeps-Sohn, den Mannschaftsolympiasieger Lars Nieberg, Sendenhorst, gezüchtet und zur Hengstkörung gebracht hatte, 85.000 Euro wert.

 

Neben dem Landgestüt Celle sicherten sich die Landgestüte Moritzburg und Warendorf sowie zahlreiche private Hengsthalter hoffnungsvolle Hannoveraner Junghengste. Aber auch internationale Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsreiter erwarben hochkarätigen Nachwuchs. Die 72 auf der Auktion angebotenen gekörten Hengste erzielten einen Durchschnittspreis von 64.722 Euro. International waren die Talente ebenfalls begehrt, 25 werden Deutschland verlassen – überwiegend in europäische Länder und in Richtung USA. Für die 31 nicht gekörten Hengste mussten durchschnittlich 17.862 Euro angelegt werden.

 

Eingestimmt auf den Hengstmarkt wurden die Besucher mit einem hochinteressanten Schauprogramm rund um die Ehrung der Prämienhengste. Der Celler Landbeschäler Rotspon v. Rubinstein/Argentan (Z.: Hans-Heinrich Müller, Stade) wurde „Hannoveraner Hengst des Jahres 2017“. Christine Müller, Stade, nahm die wertvolle Auszeichnung entgegen. Kurz zuvor war – zum ersten Mal bei der Hengstkörung – auch die „Hannoveraner Stute des Jahres“ proklamiert worden. Für ihre zahlreichen, im internationalen Spitzenspringsport erfolgreichen Nachkommen ging dieser Titel an St.Pr.St. Sarah v. Sherlock Holmes/Calypso II (Z.: Adolf Feldmann, Hänigsen, Bes.: Christa Feldmann, Hänigsen). Unter dem Jubel des Publikums wurde Sandra Auffarths Bundeschampion Gentleman v. Grey Top/Fabriano (Z.: Annette und Detlef Schelhas, Lage, Bes.: Gestüt Lichtenmoor, Heemsen) mit dem Namenszusatz FRH des Hannoveraner Fördervereins geehrt. Der Braune stammt vom Hengstmarkt 2014. Das war nicht die letzte Ehrung des Tages: Vor Auktionsbeginn wurde Manfred Schäfer, der im April den Vorsitz des Hannoveraner Verbandes an Hans-Henning von der Decken übergeben hat, mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Hengstkörung und Hengstmarkt 2016

» Statistik des Hannoveraner Hengstmarktes (pdf)

» Letzte Meldungen incl. Körurteile (pdf)

» Broschüre Hannoveraner Hengstkörung und Hengstmarkt (pdf)

Auf athletisch hohem Niveau präsentierte sich der Hannoveraner Körjahrgang 2014 in der an drei Tagen ausverkauften Niedersachsenhalle in Verden. 84 Hengste traten an, 53 wurden gekört, zehn davon mit einer Prämie ausgezeichnet. „Mit der Qualität dieser Pferde ist Hannover sportlich international konkurrenzfähig“, sagte Zuchtleiter Dr. Werner Schade.

Die Hengstkörung war ein wahres Festival der Debütanten. Die Vererber Quantensprung und Diacontinus stellte ihre ersten Söhne vor. Bei seiner Vererberpremiere war Privatbeschäler Quantensprung mit fünf Söhnen vertreten. Alle fünf wurden gekört, drei zudem mit dem Titel „Prämienhengst Dressur“ ausgezeichnet. Auch der begehrteste Junghengst des Hengstmarktes hatte den Dunkelfuchs zum Vater: Ein aus einer Fidertanz-Mutter gezogener, lackschwarzer Prämienhengst (Z.: Silke Groeneveld, Bunde, Ausst.: Heinrich Gießelmann, Barver) zieht für den Zuschlagspreis von 280.000 Euro in das Landgestüt Moritzburg und dem Gestüt Sprehe ein. „Bei den Dressurpferden haben wir Bewegungsabläufe mit enormer Ausdrucksstärke gesehen, die der moderne Dressursport heute braucht“, urteilte Dr. Werner Schade.

Bei den Springpferden schickte der Celler Landbeschäler Diacontinus vier Zweieinhalbjährige ins Rennen, von denen drei gekört wurden, einer davon mit dem Prädikat „Prämienhengst Springen“. Dieser avancierte außerdem zur Preisspitze. Der Schimmel v. Diacontinus/Silvio (Z. u. Ausst.: Jörn Döscher, Cuxhaven) wurde für 65.000 Euro am Telefon an einen Hengsthalter aus dem Springpferdeland Belgien verkauft, der schon zahlreiche Talente in Verden entdeckt und neben dem Zuchteinsatz in den Sport gebracht hat. Insgesamt waren die Springpferde hinsichtlich Abstammung und gezeigten Leistungen ein außergewöhnlicher Jahrgang. „Bemerkenswert waren neben Springmanier und -vermögen auch die erkennbaren Qualitäten als zukünftige Vererber“, lobte Peter Teeuwen, Mitglied der Körkommission.

Zum ersten Mal gehörte in Hannover nach der Vorstellung auf der Dreiecksbahn das Longieren der Hengste zum Körprogramm. Mannschafts-Olympiasiegerin Heike Kemmer lobte: „Das Longieren ist eine sehr gute Sache in punkto Reitpferd. Man kann sich schon vorstellen, wie die Pferde später an den Zügel herantreten. Außerdem bekommt man einen besseren Eindruck vom Galopp als beim Freilaufen. Der Tag mit Dreiecksbahn und Longieren war eine runde Sache. Man konnte sich vor allem von den Dressurhengsten ein kompletteres Bild machen." Diese Gelegenheit nutzten neben den Landgestüten Celle, Moritzburg und Warendorf sowie weiteren Hengsthaltern auch zahlreiche Sportställe, die sich die Talente in Verden sicherten. Im Durchschnitt mussten für die gekörten Hengste 62.687 Euro investiert werden. 29 Hengste bleiben in Deutschland, 19 werden das Land verlassen. Dabei war das Interesse weltweit, neben Europa wurden Hengste von Argentinien über die USA bis hin nach Neuseeland verkauft.

Für die nichtgekörten Hengste mussten durchschnittlich rund 3.000 Euro mehr als 2015 angelegt werden. Sie erzielten einen Durchschnittspreis von 20.464 Euro. Bestbezahlte Offerte war ein Fuchs v. Chatender/Stakkato (Z. u. Ausst.: Dorothee Heitmüller, Nienburg), der für 40.000 Euro in die USA versteigert wurde.

Den Auftakt zum Hengstmarkt hatte zum ersten Mal eine sehr stimmungsvolle Matinee der Hannoveraner Zucht gemacht, bei der nicht nur die Prämienhengste geehrt, sondern auch erfolgreiche Hengste und Stuten der vergangenen Jahren präsentiert wurden. Krönender Abschluss war die Vorstellung des Hannoveraner Hengst des Jahres 2016, Desperados FRH v. De Niro/Wolkenstein II (Z.: Herbert Schütt, Hemmoor), der auf dem Hengstmarkt  2003 mit seiner Reiterin Kristina Bröring-Sprehe den Siegeszug an die Dessur-Weltspitze antrat.

Hengstkörung und Hengstmarkt 2015

Hengstkörung und Hengstmarkt 2015

Zum Rekordpreis von 1,2 Millionen Euro wurde der Prämienhengst v. Rocky Lee/Rouletto versteigert. Er bezieht seine Box in Dänemark im Dressurstall Helgstrand. Mit stehenden Ovationen feierte die ausverkaufte Niedersachsenhalle das „Millionen-Ding“. Durchschnittlich waren die jungen Talente der internationalen Käuferschaft 68.836 Euro wert. Eindrucksvoll stellte der Auktionsplatz Verden nach der erfolgreichen 132. Elite-Auktion vor zwei Wochen erneut unter Beweis, dass beim Hannoveraner Verband Spitzenqualität angeboten und entsprechend geschätzt wird.

106 Hengste stellten sich der Körkommission. Die Qualität des Jahrgangs 2013 war bereits im Vorfeld auf großes Interesse gestoßen. 60 Zweieinhalbjährige wurden gekört, 15 davon mit einer Prämie ausgezeichnet. Schon nach seiner Präsentation auf der Dreiecksbahn wurde der westfälisch gezogene Braune v. Rocky Lee/Rouletto (Z.: Yasemin Yanik, Essen, Ausst.: Detlef Ruddat, Kirchlinteln) als Favorit auf den Spitzenpreis gehandelt, bei seiner Prämierung erntete er großen Applaus. Als Auktionator Daniel Delius nach langem, spannenden Bieterduell den Zuschlag bei 1.200.000 Euro erteilt, brandete Jubel auf, und der dänische Dressurreiter Andreas Helgstrand ließ es sich nicht nehmen, den bewegungsstarken Prämienhengst selbst auf der Ehrenrunde zu führen. „Es ist ein historisches Ereignis, dass in Verden die Eine-Million-Euro-Marke ,geknackt’ wurde“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. Und Zuchtleiter Dr. Werner Schade ergänzt: „Es hat sich gezeigt, dass in diesem Jahr ganz besondere Dressurhengste bei der Körung waren.“

Der teuerste Springhengst war ein Brauner v. Comme il faut/Calido (Z. u. Ausst.: Antonius Schulze-Averdiek, Rosendahl). Der sprunggewaltige, athletische Junghengst kostete 65.000 Euro und wird in die Niederlande reisen. Körkommissar Peter Teeuwen sagte: „Die Springhengste wiesen moderne Abstammungen auf, die international im Gespräch sind.“

So international wie die Pedigrees, so international war auch das Publikum. Neben deutschen Landgestüten und Hengsthaltern sicherten sich zahlreiche ausländische Kunden den Hannoveraner Nachwuchs, 23 gekörte Hengste werden Deutschland verlassen. Auch die nichtgekörten Hengste waren gefragt. Für sie legten Käufer im Durchschnitt 17.071 Euro an. Dr. Werner Schade fasste zusammen: „Das Prämienlot war von außergewöhnlicher Qualität. Wir können uns freuen, wenn diese Hengste den Weg in die Zucht finden, weil sie gute Perspektiven für den Zuchtfortschritt eröffnen."

Hengstkörung und Hengstmarkt 2014

Hengstkörung und Hengstmarkt 2014

Herausragende Bewegungsqualität und Ausdrucksstärke bei den Dressurhengsten – eine Springkollektion, die mit enormen Vermögen, Technik und Typbrillanz für Aufsehen sorgte. Das ist das Fazit der Hannoveraner Hengstkörung 2014. Die Körkommission zeichnete 46 Hengste mit dem begehrten Körprädikat aus, 16 von ihnen wurden außerdem mit einer Prämie geehrt: zehn Dressur- und sechs Springathleten.

Zur Preisspitze avancierte ein ungemein sportlicher Fuchshengst v. Don Juan de Hus/Londonderry aus der Zucht von Dorothee Heitmüller, Nienburg, und ausgestellt von Heinrich Behrmann, Dörverden. Der prämierte Model-Athlet wurde nach einem spannenden Bieterduell für 620.000 Euro an langjährige Kunden versteigert. Der Hengst wird seine Ausbildung in einem dänischen Dressurstall starten. 360.0000 Euro legten die Hengststation Poll in Hörem und das niedersächsische Landgestüt Celle für einen prämierten Totilas/Sandro Hit-Sohn an (Z. u. Ausst.: Kerstin Albers-Büker, Büren-Ahden). Der Sohn aus einer Vollschwester zum international sporterfolgreichen Soliman de Hus bestach mit Gelassenheit und Bewegungsopulenz. Teuerster Springhengst wurde ein Zweieinhalbjähriger v. Los Angeles/It’s me Mesnil (Z.: Josef Uphus, Herzebrock, Ausst.: Zuchthof Tebbel, Emsbueren). Für 160.0000 Euro sicherte sich ein Kunde aus der Ukraine den springgewaltigen Braunen. Bestbezahlter in der Riege der nicht gekörten Hengste war ein junges Dressurtalent v. Fürst Romancier/Dream of Glory (Z.: Katrin Lüder-Kratzberg, Hildesheim, Ausst.: K. Lüder-Kratzberg, u. W. Koppelmann, Hildesheim). Der schmuckvolle Rappe war Käufern aus Belgien 70.000 Euro wert.

Bei den Durchschnittspreisen wurde bei den gekörten Hengsten mit 72.631 Euro fast das Niveau des Vorjahres erreicht, bei den nicht gekörten Hengsten mussten mit 22.524 Euro gut 3.000 Euro mehr als 2013 auf den Scheck geschrieben werden. 16 Vatertiere werden im Ausland eine neue Heimat finden, bei den nicht gekörten Hengsten waren es neun.

Zuchtleiter Dr. Werner Schade formulierte abschließend: „Die Dressurhengste haben unsere Erwartungen voll bestätigt und uns mit ihrer gesamten Grundgangartenqualität beeindruckt. Die Springhengste waren sehr großlinig und sind mit guten Bewegungen ausgestattet.“ Der Vorsitzende der Körkommission, Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, fügt hinzu: „Bewährtes Blut hat sich bei den Abstammungen durchgesetzt, und junge Hoffnungsträger haben ihre ersten vielversprechenden Jahrgänge gezeigt.“

Hengstkörung und Hengstmarkt 2013

Hengstkörung und Hengstmarkt 2013

Spitzen-Hengste, Top-Qualität, beste Preise - nach drei Tagen Hannoveraner Hengstkörung und Hengstmarkt waren sich die Experten einig: Hans-Heinrich Meyer zu Strohen urteilte nach dem Freispringen: „Der Qualität der Pferde ist es zu verdanken, dass wir ein hervorragendes Freispringen mit internationaler Spitze gesehen haben.“ Mannschaftsolympiasiegerin Heike Kemmer fasste zusammen: „Wir haben eine breite Spitze mit einer großen Blutvielfalt und enormer Bewegungsstärke erlebt.“ Insgesamt verteilte die Kör-kommission 53 positive Körurteile, 19 Hengste wurden mit Prämie ausgezeichnet: elf Dressur- und acht Springathleten.

Zur Preisspitze avancierte nach einem nie dagewesenen Bieterduell, zelebriert von Auktionator Daniel Delius, ein moderner und ungemein sportlicher Rappe v. St. Moritz Junior/Don Schufro (Z. u. Ausst.: Joachim Wahlers, Reeßum). Der Hengst wechselte für 580.000 Euro in das Gestüt Blue Hors nach Dänemark. Und weil die Dänen das Hannove-raner Blut schätzen, sicherte sich das renommierte Gestüt kurz zuvor noch einen weiteren Sportler: Der prämierte Dunkelbraune v. Fürstenball/Dacaprio (Z: Hans-Heinrich Plate, Otterndorf, Ausst.: Dr. Kerstin Klieber, Meinersen) kostete 460.000 Euro. Ebenfalls hochpreisig war ein Prämierter v. Dancier/Weltmeyer (Z.: Georg Strübig, Vienen-burg, Ausst.: Heinrich Gießelmann, Barver). Der imposante Rappe wurde für 305.000 Euro in das Gestüt Bonhomme gekauft.

Höchstbezahlte Offerte bei den Springhengsten war ein prämierter Diarado/Contendro I-Sohn aus der Zucht und dem Besitz von Heinrich Bremer Jun. aus Neustadt. Der schwarzbraune Parcoursathlet wird im Stall Schockemöhle eine neue Box beziehen. Insgesamt kosteten acht junge Hannoveraner 100.000 Euro und mehr. Im Durchschnitt gaben die internationalen Kunden für die gekörten Hengste 76.100,00 Euro aus, so viel wie in den vergangenen fünf Jah-ren nicht mehr. 21 junge Vererber werden außerhalb Deutschlands eine neue züchterische Heimat finden.
Die nicht gekörten Hengste waren ebenfalls gefragt. Zwei Hengste kosteten 40.000 Euro: Ein Diamond Hit/Abanos-Sohn (Z. u. Ausst.: Jochen Meyer, Freiburg) wurde für 40.000 Euro nach Dänemark versteigert. Für den selben Preis fand ein Floriscount/Stedinger-Sohn (Z.: Johann-Bernhard Tuitjer, Krummhoern, Ausst.: Henning Mues, Stolzenau) in Spanien neue Besitzer. Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener sagte nach der Auktion: „Spitzenprodukte sind zu Spit-zenpreise in beste Hände gegangen. Dort, wo ihnen ein bester Karriere-Start ermöglicht wird. Das freut mich für die Käufer und für die Züchter.“
Zuchtleiter Dr. Werner Schade formulierte abschließend: „Dieser Jahrgang hat gezeigt, dass Hannover Maßstäbe setzt. Die Dressurkollektion brillierte mit Bewegungsqualität von internationalem Format. Der Springjahrgang überzeugte mit Springtalenten, die sich internationaler Spitzensportler an Ort und Stelle gesichert haben.“