Verdener Auktionen 2017

Verdener Auktion Januar

» Statistik der Verdener Auktion Januar 2017

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Das Verdener Auktionsjahr des Hannoveraner Verbandes begann mit einem sensationellen Spitzenpreis. Mit der Kopfnummer 1 wurde Darjeeling in einen Dressurstall nach Luxemburg verkauft. „Die Verdener Auktionen haben schon zu Jahresbeginn volle Fahrt aufgenommen“, freute sich Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. Insgesamt wurden für die 87 Reitpferde im Schnitt 18.879 Euro angelegt.

Der Don Darius/Royal Blend-Sohn Darjeeling (Z.: Klaus Kropp, Bremen, Ausst.: Filjan Müller, Nienburg) ist mit allen Qualitäten ausgestattet, die ein modernes Dressurpferd auszeichnen. Er überzeugte schon in der Trainingszeit mit seiner „ hannoverschen Einstellung“, wie es Auktionator Bernd Hickert ausdrückte. Der Zuschlag erfolgte bei 200.000 Euro, einer Marke, die bislang bei einer Verdener Auktion im Januar noch nicht erreicht wurde. Er wird in denselben Profihänden auf große Aufgaben vorbereitet wie seinerzeit Bundeschampiont Quizmaster. Man darf sich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Darjeeling bei Championaten freuen.

Bestbezahltes Springtalent war der großrahmige Sam XL v. Stanley/Conteur (Z. u. Ausst.: H. & W. Wilking GbR, Stemwede). Den bereits mit Turniererfolgen ausgestatteten Fünfjährigen mit dem Gardemaß von 1,80 Meter sicherte sich ein Springstall aus Niedersachsen für 33.000 Euro.

Besonders die internationale Verdener Kundschaft war in Kauflaune, 43 Reitpferde werden Deutschland verlassen. Käufer aus Spanien sicherten sich alleine zehn Auktionspferde, gefolgt von Frankreich (9) und der Schweiz (6).

„Schon Anfang Januar war das Interesse an unseren Auktionspferden groß, die Kollektion bestach durch Vielseitigkeit und das große Angebot von Pferden für die unterschiedlichsten Anforderungen“, sagte Jörg-Wilhelm Wegener. Zuchtleiter und Geschäftsführer Dr. Werner Schade fügte hinzu: „Das attraktive Angebot ist ein starkes Zeichen für das Vertrauen der Züchter in die Verdener Auktionen.“

Verdener Auktion im März

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Pünktlich zu Frühlingsbeginn strahlte der Hannoveraner Vizechampion Spotlight im Verdener Auktionsrund und erzielte mit Kopfnummer eins den Spitzenpreis von 185.000 Euro. Ein Durchschnittspreis von 21.351 Euro für die 77 Talente ist das Ergebnis eines frischen Auktionsverlaufs in der Niedersachsenhalle. Diese Marke liegt rund 3.000 Euro über der des Vorjahres. Für die 28 Fohlen wurden durchschnittlich 6.000 Euro angelegt.

Als Favorit auf den Spitzenpreis war der Sir Donnerhall/Wolkentanz-Sohn Spotlight (Z.: Carsten Müller, Neustadt, Ausst.: Helmut Freiherr von Fircks, München) ins Auktionsrennen gegangen. Lauter Jubel brach bei der italienischen Käuferin aus, als Auktionator Frederik De Backer bei 185.000 Euro den Zuschlag für den bewegungsstarken Rapphengst erteilte. Der Fünfjährige, der bereits Hannovers Farben beim Bundeschampionat vertreten hat und im vergangenen Jahr zum Hannoveraner Vize-Champion der vierjährigen Hengste gekürt wurde, wurde von Auktionsreiter Andreas Möller perfekt in Szene gesetzt. Insgesamt waren die Käufer aus Italien in Kauflaune, drei weitere Reitpferde sowie ein Fohlen werden die Reise dorthin antreten.

Das begehrteste Springpferd wird Deutschland ebenfalls verlassen. Kurz nachdem der Privatbeschäler Quaid mit dem Grande-Preis ausgezeichnet wurde, wurde sein Sohn Quadis (MV: Chacco-Blue) für 55.000 Euro an einen Zucht- und Ausbildungsstall in den Niederlanden versteigert. Voitech Csabi vom Staj Mustang, Lucina/CZE, hatte doppelten Grund zur Freude: Er ist nicht nur Besitzer von Quaid, sondern auch Züchter und Aussteller von Quadis. Zwei weitere Quaid-Nachkommen erzielten überdurchschnittliche Preise. „Die Qualität der Springpferde ist ein Zeichen für die Attraktivität und den hohen Stand der Hannoveraner Springpferdezucht“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

Hannoveraner Qualitäten sind international gefragt. Neben den beiden Preisspitzen werden 33 weitere Pferde eine längere Reise antreten. Die größten Käufergruppen kamen aus Belgien, Italien und der Schweiz. Kunden aus China kamen ebenso zum Zuge wie Käufer aus Südafrika, Mexiko, Russland, Kanada und den USA.

Am Beginn jeder Karriere steht ein Fohlen. Die ersten Vertreter des Jahrganges 2017 komplettierten die vielseitige Kollektion der Verdener Auktion im März. Für den Spitzenpreis von 21.500 Euro erwarb ein namhafter Hengstaufzüchter aus Nordrhein-Westfalen den Bewegungskünstler Mr. Moonlight v. Martinez/De Niro (Z. u. Ausst.: Hinrich Krentzel, Lilienthal). Damit setzt sein Vater Martinez mit seinem ersten Fohlenjahrgang ein beeindruckendes Ausrufezeichen.

Verdener Auktion Mai 2017

Verdener Auktion im Mai mit solidem Resultat

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Die Verdener Auktion im Mai bot 37 Reitpferde und 44 Fohlen, die auf großes Interesse im In- und Ausland trafen. Teuerstes Pferd war für 44.000 Euro der vierjährige Delawarp. Bei den Fohlen fand Flambeau für 20.000 Euro einen neuen Besitzer in Bayern.

Bei 44.000 Euro kam der Zuschlag für den Don Index/Laurentiano-Sohn Delawarp (Z.: Christiane Rötter-Voß, Winsen, Ausst.: Karl-Heinz Fischer, Wittorf), der als erstes Reitpferd nach der ersten Gruppe der Fohlen für einen glänzenden Auftakt sorgte. Den höchsten Zuschlagspreis von 48.000 Euro erzielte ein Pferd, das vom Aussteller zurückgekauft wurde.

Auch die Hannoveraner Springpferde erfreuten sich der Gunst der Käufer. 24.000 Euro war einem niederländischen Ausbildungsstall der großlinige, braune Quintano v. Quintender/Glenfiddich (Z. u. Ausst.: Margret Brauch-Rohe, Hitzacker) wert.

Mit dem Ergebnis der Verdener Auktion im Mai waren die Verantwortlichen sehr zufrieden. Besonders groß war das internationale Interesse, ausländische Kunden waren 17 Mal im Bieterduell erfolgreich. Ein Kunde aus Belgien sicherte sich gleich fünf Talente. Das Preisgefüge war breit gefächert. Rund die Hälfte der Kollektion, 20 Pferde, kosteten 15.000 Euro und mehr, fünf von ihnen erzielten Preise von über 25.000 Euro, sodass ein Durchschnittspreis von 17.635 Euro zustande kam.

Der Fohlenjahrgang 2017 zeigte sich von seiner besten Seite. Durchschnittlich wurden 6.620 Euro bezahlt, zwölf Fohlen wurden an ausländische Kunden versteigert. Auf das teuerste Fohlen mussten die Zuschauer lange warten, es kam erst mit Kopfnummer 95 in die Niedersachsenhalle. Für 20.000 Euro ersteigerte ein Hengstaufzüchter aus Bayern den For Romance II/Hohenstein-Sohn Flambeau, der bei Alexandra und Wilhelm Siekmann in Emmerthal das Licht der Welt erblickt hat.

Verdener Auktion Juli 2017

» Statistik der Reitpferde und Fohlen

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Die Reitpferdekollektion der Verdener Auktion im Juli hatte eine spektakuläre Spitze. Der Rapphengst Soul begeisterte auf ganzer Linie und setzte mit einem Zuschlagspreis von 85.000 Euro eine ausgezeichnete Bestmarke. Einen Tag nach der Versteigerung der Fohlen wurden für die 84 Reitpferde durchschnittlich 16.319 Euro bezahlt.

Er war kein Geheimtipp: Kurz bevor der Surprice/Wolkentanz-Sohn Soul (Z.: Johann Duis, Uplengen, Ausst.: Dressurstall Sandbrink GmbH, Meinersen) mit der Kopfnummer 65 die Niedersachsenhalle betrat, füllten sich die Zuschauerränge. Mit Trommelwirbel schwebte der hochveranlagte, bewegungsstarke dreijährige Hengst in das Auktionsrund. In ebenso großen Schritten erhöhten sich die Gebote. Bei 85.000 Euro erteilte Auktionator Bernd Hickert den Zuschlag an einen belgischen Kunden. Soul ist kein Unbekannter im Auktionsring, Stefan Sandbrink hatte ihn auf der Fohlenauktion im August 2014 entdeckt, im vergangenen Jahr wurde er an gleicher Stelle gekört.

Ebenfalls hoch in der Gunst der Käufer stand Q7 v. Quaid/Stakkato (Z.: Manfred Schäfer, Köchingen, Ausst.: Hendrik Schäfer, Köchingen). Gleich mehrere internationale Kunden boten am Telefon mit. Für 55.000 Euro findet der Fuchs in einem erfolgreichen Springstall in Großbritannien ein neues Zuhause, der schon unzählige Hannoveraner im Sport zu einer internationalen Karriere verholfen hat.

Hannoveraner sind international gefragt. Rund 60 Prozent der Reitpferde werden Deutschland verlassen. Besonders gefragt waren sie bei den europäischen Nachbarn. Zehn gehen nach Frankreich, neun nach Belgien, jeweils fünf nach Spanien und in die Schweiz. Den weitesten Weg hat ein Pferd, das nach Mexiko versteigert wurde. Die Preisgestaltung war optimistisch: zehn Talente kosteten 25.000 Euro und mehr, 24 erzielten Preise zwischen 15.000 und 24.999 Euro.

Wie bei den Fohlen herrschte während der Reitpferdeauktion ein reges Kommen und Gehen auf den Tribünen. Durch die offenen Türen kamen immer wieder Reiter und Zuschauer, die die zur selben Zeit ausgetragenen Landesmeisterschaften HA.LT besucht haben, in die Niedersachsenhalle. Das führte zu einem abwechslungsreichen Auktionsverlauf. „Die Qualität der Reitpferde hat sich auch während des Turniers herumgesprochen, so dass einige Käufer den Weg zu uns gefunden haben, die wegen des Sports nach Verden gekommen sind und dann ein passendes Nachwuchspferd in der Kollektion entdeckt haben“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

International wird die Verdener Auktion der Fohlen und Zuchtstuten am 4. und 5. August, wenn die Besten des Jahrgangs 2017 im Rahmen des Turniers „Verden International“ versteigert werden.


Traumtänzerin tanzt zum Spitzenpreis - Hannovers Nachwuchs ist begehrt

Zum ersten Mal findet die Verdener Auktion im Juli an zwei Tagen statt. Am Freitagabend wurden 70 Fohlen versteigert, einen Tag später warten 96 Reitpferde auf neue Besitzer. Preisspitze des Jahrgangs 2017 war die Totilas-Tochter Traumtänzerin, die ihren Züchtern 32.000 Euro bescherte. Durchschnittlich mussten 7.494 Euro angelegt werden.

Gleich zwei Weltklasse-Dressurpferde finden sich im Pedigree der Preisspitze Traumtänzerin: Vater Totilas und Muttervater Desperados. Eine Kombination, die in dieser Qualität wohl selten anzutreffen ist. Mit großem Potential ausgestattet schwebte das typvolle Rappstutfohlen (Z. u. Ausst.: ZG Schmidt, Naumburg) durch die gut besuchte Niedersachsenhalle und begeisterte das Publikum. Für 32.000 Euro ging der Zuschlag an Emma Bundell vom britischen Gestüt Mount St. John in North Yorkshire. Dort wird sie auf die Fidermark/Donnerhall-Tochter Freestyle treffen, die mit Charlotte Dujardin am Beginn ihrer internationalen Karriere steht und ebenfalls auf der Fohlen-Auktion in Verden entdeckt wurde.

Nicht minder begehrt waren die Springfohlen, internationale Abstammungen waren gefragt. Begehrteste Offerte war der Kannan/Calido-Sohn Kreuz Bube (Z. u. Ausst.: Prof. Dr. Karl Heinz Böhm, Hannover), der für 11.500 Euro von einem Aufzüchter aus Nordrhein-Westfalen erworben wurde. Seine Mutter St.Pr.St. Calida aus erfolgreichem Stutenstamm wird in drei Wochen an selber Stelle die Kollektion der Fohlen- und Zuchtstutenauktion bereichern.

Die hohe Qualität des Jahrgangs bei der Vorauswahl hatte dazu geführt, dass eine große Zahl Fohlen angeboten wurde und der Zeitplan der Verdener Auktion erweitert wurde. Die Auktion der Fohlen profitierte von den zeitgleich auf dem Gelände an der Niedersachsenhalle stattfindenden Landesmeisterschaften des Pferdsportverbandes Hannover, HA.LT. Schon bei der Präsentation der Fohlen am Mittag herrschte reges Interesse. „Der Verlauf war sehr zufriedenstellend mit einer sehr breiten Spitze“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. 15 Fohlen erzielten Preise von 10.000 Euro und mehr. Käufer aus 16 verschiedenen Nationen kamen zum Zuge, rund ein Drittel der Pferde wird Deutschland verlassen. Erstmals konnten zwei Hannoveraner Fohlen in die Vereinigten Arabischen Emirate verkauft werden.

Am morgigen Sonnabend geht es in der Niedersachsenhalle weiter, ab 14 Uhr wird es für die Reitpferde heißen: „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten!“

Verdener Auktion - Fohlen und Zuchtstuten

» Ergebnis der Fohlen und Zuchtstuten-Auktion

» Brochure der Fohlen und Zuchtstuten-Auktion

Ein Sturm der Begeisterung fegte durch die vollbesetzte Niedersachsenhalle, als Be my Beauty Queen für 160.000 Euro versteigert wurde. Ein Spitzenpreis, der in der langjährigen Verdener Auktionsgeschichte bislang noch nie für ein Fohlen erzielt wurde. Die hochkarätige Kollektion der 106 Fohlen wurde nicht nur gefeiert, sondern brachte auch beim Durchschnittspreis von 11.506 Euro eine Bestmarke.

Für die zwei Auktionstage hatte der Hannoveraner Verband ein breit gefächertes und attraktives Angebot zusammengestellt. Eine hervorragende Qualität, die sich auf dem zeitgleich stattfindenden Turnier Verden International in Windeseile herumgesprochen hatte. Bei den als Favoriten auf den Spitzenpreis gehandelten Fohlen füllten sich die Ränge, insgesamt herrschte ein reges Kommen und Gehen bei gleichbleibend guter Stimmung. Am Sonnabend brauchten die Zuschauer nicht lange zu warten. Als zweites Fohlen hatte die Bonds/San Amour-Tochter Be my Beauty Queen (Z.: u. Ausst.: Stefan Hermann, Northeim) ihren großen Auftritt. Nach einem spannenden Bieterduell, in dem die Gebote rasch in die Höhe schnellten, erteilte Auktionator Bernd Hickert schließlich den Zuschlag bei sagenhaften 160.000 Euro an einen dänischen Stammkunden. Das ohnehin begeisterungsfähige Publikum hielt es nicht länger auf den Sitzen, und Züchter Stefan Hermann ließ es sich nicht nehmen, sein Fohlen auf der Ehrenrunde zu begleiten.

Auch die Springpferdezüchter kamen bei der Fohlenauktion auf ihre Kosten. Begehrte, internationale Pedigrees fanden sich in der Kollektion. Den höchsten Preis markierte ebenfalls ein Stutfohlen: Balou for Fun v. Balou Peggio/Darco (Z. u. Ausst.: Jan Crome-Sperling, Lutter am Bbg.). Eine Spitze für den Sport: Ihre Mutter Hann.Pr.St. Dark Side Up ist Halbschwester von Fit For Fun, die vor zwei Wochen mit Luciana Diniz Zweite im Großen Preis von Aachen wurde. Balou for Fun wurde für 29.000 Euro nach Hessen verkauft.

Hannovers Jüngste waren rund um den Globus gefragt. Die Liste der Käuferländer reichte in alle fünf Kontinente von Australien über Argentinien, die USA bis hin nach Südafrika und Südkorea. Das Kaufinteresse war in der Schweiz (fünf) am größten, gefolgt von Großbritannien, Spanien und Südkorea (jeweils vier).

Die sieben Zuchtstuten erfreuten sich ebenfalls großer Käufergunst und fanden im Durchschnitt für 13.623 Euro einen neuen Besitzer. Drei werden Deutschland verlassen. Hann.Pr.A. Be my Love v. Benicio/Stedinger (Z. u. Ausst.: Michael Siekiera, Brühl) hat einen kurzen Weg: Sie wurde für 22.500 Euro in das Oldenburger Münsterland versteigert.

„Die Kollektion überzeugte mit Toppedigrees und überragender Qualität. Schon bei der ersten Präsentation auf dem Verdener Dressurviereck hatte sie Begehrlichkeiten auch bei vielen Reitern geweckt. Diese nutzten die Gelegenheit, im Rahmen des Turniers nach den Spitzen von morgen Ausschau zu halten. Das glänzende Resultat freut mich für alle Hannoveraner Züchter und ist ein Zeichen dafür, dass der Auktionsplatz Verden einen herausragenden Stellenwert hat“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener

134. Elite-Auktion

» Ergebnisse 134. Elite-Auktion

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In der vollbesetzten, festlich geschmückten Niedersachsenhalle zu Verden und bei bester Stimmung begann die Elite-Reitpferdeauktion mit einem wahren Preisfeuerwerk. Beide Preisspitzen befanden sich unter den ersten Pferden.
Den Top-Preis von 240.000 Euro erzielte ein Springpferd. Die sechsjährige, bereits sporterfolgreiche Lord Pezi/Stolzenberg-Tochter mit dem bezeichnenden Namen Luftwaffe stammt aus der Zucht von Manfred Schäfer, Vechelde, und wurde ausgestellt von Sohn Hendrik Schäfer. Sie war heiß begehrt von internationalen Springreitern. Den längsten Atem hatte ein guter Kunde aus England, der sehr zufrieden ist mit den Springtalenten, die er auf den Verdener Auktionen erworben hat. Viele davon schafften den Sprung auf das internationale Parkett. Das zweitteuerste Springpferd war die fünfjährige Stute Carrisma v. Carrico/Eiger I aus der Zucht von Henrik Plass, Neustadt, und ausgestellt von Dr. Fredi Stampfli, Schweiz. Für 75.000 Euro wurde sie nach Niedersachsen zugeschlagen.
Eine Dressurspitze ohne Wenn und Aber ist der dreijährige, rheinisch gebrannte Hengst Elitär v. Escolar/De Niro, der für 190.000 Euro zugeschlagen wurde. Großer Rahmen, Ausstrahlung, überragende Bewegungen und Talent sind bei ihm in bester Art verbunden. Der Hengst aus der Zucht von Ulla Katzorke, Essen, der von dem Gerkenhof, Kirchlinteln, ausgestellt wurde, kehrt nach Nordrhein-Westfalen zurück in einen erfolgreichen Dressurstall.  In der Preisskala der Dressurpferde folgt der fünfjährige Don Easy von Don Frederico/Rubinstein aus der Qualitätszucht von Dagmar Meyer, Edemissen. Er wurde für 120.000 Euro nach Frankreich verkauft.
Die 76 Elite-Reitpferde erzielten im Durchschnitt einen Preis von 34.947 Euro. 35  davon werden ihre neue Heimat außerhalb Deutschlands finden. Sie wurden in zehn europäische Länder sowie in die USA und in die Vereinigten Arabischen Emirate verkauft.
Ein gelungenes Experiment war die Versteigerung von zweieinhalbjährigen Junghengsten, die an der Hand vorgestellt wurden. Die 26 angebotenen Hengste erzielten im Schnitt einen Preis von 17.077 Euro. Den Spitzenpreis von 38.000 Euro erzielte der beeindruckende Finest/Ricardos-Sohn Firenze aus der Zucht von Konrad Böth, Weimar. Er wurde von einem Stammkunden aus Frankreich erworben.
Am Freitagabend wurde das Auktionswochenende mit der erstmals durchgeführten Verdener Fohlen-Gala eingeläutet. Die Versteigerung von Fohlen wurde mit Schauelementen kombiniert. Ein Drittel der 63 zugeschlagenen Fohlen wird Deutschland verlassen.
In acht verschiedenen Ländern werden die Fohlen ihre neue Heimat finden, die im Durchschnitt 6.267 Euro kosteten. Die Zielländer sind Chile, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Iran, Italien, Österreich und Spanien, wohin mit sieben Fohlen die meisten jungen Hannoveraner ausreisen werden.
Grey Fantasy von Grey Flanell/Foundation gehört zum besonders qualitätsvollen Fohlenjahrgang der Züchterfamilie Baumgartner aus Kamern. Wiederholt stellten sie in diesem Jahr die Preisspitze. Grey Fantasy wechselte für 19.000 Euro in die Obhut eines dänischen Hengsthalters. Mit der Anpaarung Contendro/Heraldik xx hat Wolfgang Lutz, Langwedel, alles richtig gemacht. Sein Fohlen wurde für die Vielseitigkeit gezüchtet und erzielte einen Preis von 12.000 Euro. Das teuerste Springfohlen Vanguard v. Vigo D’Arsouilles/Eurocommerce Berlin (Z.: Gestüt Eichenhain, Blender) wird alle Chancen für eine eigene internationale Karriere erhalten und wechselte für 10.000 Euro in einen internationalen Springstall.
Kein Wunder, dass das Fazit von Geschäftsführer und Zuchtleiter, Dr. Werner Schade, positiv ausfiel: „Die Elite-Auktion war ein Herbstauftakt nach Maß. Die neuen Konzepte mit der ersten Verdener Fohlen-Gala und der Versteigerung der Junghengste gingen auf. In zwei Wochen wird eine starke Hengstkollektion das nächste Highlight sein.“

Verdener Auktionen 2016

Verdener Auktion im Januar

Verdener Auktion im Januar

» Statistik der Verdener Auktion im Januar

Die Verdener Auktion im Januar war ein wahrer Elite-Auftakt in das Hannoveraner Auktionsjahr. Londonfly war für 150.000 Euro begehrtestes Dressurpferd in der vollbesetzten Niedersachsenhalle, Cinderella wurde für 130.000 Euro versteigert und führte den Kader der Springpferde an. Für die 92 Reitpferde mussten die Käufer durchschnittlich 17.244 Euro anlegen.

„Der Aufwärtstrend bei den Auktionen insgesamt hat sich fortgesetzt. Das Ergebnis war im Vergleich zur Auktion im Januar des Vorjahres deutlich besser“, sagte Zuchtleiter Dr. Werner Schade. Der Durchschnittspreis war über 2.000 Euro höher als im Januar 2015. Damals wurden 69 Pferde versteigert. „Das ist mit Abstand der höchste Durchschnittspreis, der jemals bei einer Auktion im Januar erzielt wurde“, freute sich Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

Schon im Vorfeld wurde der großlinige und bewegungsstarke Londontime/Cordoba-Sohn Londonfly (Z.: Dr. Hinni Lührs-Behnke, Verden-Borstel, Ausst.: Niedersächsisches Landgestüt Celle) als Favorit auf den Spitzenpreis gehandelt. Als er die Niedersachsenhalle betrat, überschlugen sich die Gebote. Erst bei 150.000 Euro erteilte Auktionator Bernd Hickert das Gebot an einen renommierten deutschen Dressurstall. Für Londonfly schließt sich damit der Kreis: Sein Vater, der Celler Landbeschäler Londontime, war an gleicher Stelle vor genau zehn Jahren unangefochtene Preisspitze der Elite-Auktion im Oktober. Und er selbst wurde in Verden, keine 1.000 Meter entfernt von der Niedersachsenhalle, geboren.

Es hatte keine halbe Stunde gedauert, bis das erste Pferd des Jahres 2016 die Niedersachsenhalle mit einem Gebot von über 100.000 Euro verließ. Unter dem Jubel des Publikums ersteigerten Kunden aus Frankreich Cinderella v. Clinton/Calypso II (Z. u. Ausst.: Sven Graeve, Blumenthal) per Telefon für 130.000 Euro. Die Schimmelstute ist sieben Jahre alt und hat in der vergangenen Saison bereits Siege und Placierungen in Springpferdeprüfungen gesammelt.

Neben der Preisspitze der Springpferde werden 39 weitere Auktionspferde Deutschland verlassen. Das größte Kontingent sicherten sich Gäste aus Frankreich (acht Pferde), gefolgt von den USA (sechs) und der Schweiz (fünf).

„Die Kollektion bot viele volljährige Pferde zum ,Losreiten’. Das hat viele Kunden nach Verden gelockt, die ein Reitpferd für sich selbst suchten“, sagte Jörg-Wilhelm Wegener. Nicht alle Interessenten konnten vor Ort sein, bereits im Vorfeld waren zahlreiche Bieteraufträge beim Hannoveraner Verband eingegangen. „Die Kaufinteressenten waren im Januar sehr motiviert“, so der Auktionsleiter weiter.

Am 26. März findet die nächste Auktion des Hannoveraner Verbandes statt. Die Kollektion der Reitpferde wird durch die ersten Fohlen des Jahres 2016 ergänzt. Die Auftaktpräsentation der Dressur-, Spring- und Reitpferde findet zum ersten Mal an einem Samstag statt. Am 19. März können Interessenten ab 10 Uhr nicht nur die jungen Talente in der Niedersachsenhalle beobachten, sondern es besteht auch die Möglichkeit zum sofortigen Ausprobieren. Am Sonntag steht dann individuelles Training und Ausprobieren auf dem Programm. 

Verdener Auktion im März

Verdener Auktion im März

» Statistik der Verdener Auktion im März

Ein bunter Osterstrauß wurde den Besuchern der Verdener Auktion im März am Ostersamstag in der Niedersachsenhalle geboten. Der lebhafte Auktionsverlauf wurde von der Preisspitze Belaggio gekrönt, die mit Kopfnummer eins nicht nur die Auktion eröffnete, sondern auch mit einem Zuschlagspreis von 62.000 Euro die Statistik anführte. Durchschnittlich mussten 17.914 Euro für ein Talent aus Verden angelegt werden.

Der vierjährige braune Wallach Belaggio v. Belissimo M/Ehrentanz (Z. u. Ausst.: Gestüt Hülsdau, Marl) hatte bereits im vergangenen Jahr bei seinen Auftritten im Hannoveraner Reitpferdechampionat für Aufsehen gesorgt. Bei der Auktion wurde er seiner Favoritenrolle gerecht, und das Dressurpferd der Extraklasse fand für 62.000 Euro einen neuen Besitzer. Es war ein Einstand nach Maß für den Auktionator Frederik De Backer, der erstmals neben Bernd Hickert am Auktionatorenpult Platz genommen hatte: Der Belgier erteilte den ersten Zuschlag in Verden an einen Kunden aus seinem Heimatland.

Nicht weniger spannend war das Bieterduell um das begehrteste Springpferd. Der 2012 geborene Voodoo v. Valentino/Contendro (Z.: Werner Wegener, Wunstorf, Ausst.: Torben Wegener, Wunstorf) steht am Beginn einer großen Sportkarriere. Dafür wird ihn der Weg in die Niederlande führen.

Insgesamt bot das Angebot der Reitpferde eine attraktive Mischung und interessante Alternativen für jeden Kundenwunsch. Die Preisspanne lag zwischen 7.000 und 62.000 Euro. Rund die Hälfte der 80 verkauften Pferde wird Deutschland verlassen. Besonders stark war die Käuferschaft aus Skandinavien aufgestellt. Drei Talente wurden nach Finnland verkauft, vier nach Schweden. „Der Termin am Ostersamstag war ideal. An den freien Tagen und den Schulferien nutzten viele Interessenten die Zeit, um sich intensiv mit den Auktionspferden zu beschäftigen“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

„Endlich wieder Fohlen“, kündigte Auktionator Bernd Hickert die 40-köpfige Kollektion der ersten Vertreter des Jahrganges 2016 an. Auch hier blieb der Preis des ersten Fohlens unerreicht. 32.000 Euro war der dunkelbraune Franziskus/Soliman de Hus-Sohn Freelancer (Z.: ZG Meyer, Walsrode) einem Hengstaufzüchter und Stammkunden aus Nordrhein-Westfalen wert. Insgesamt erzielten die 41 Fohlen einen Durchschnittspreis von 7.085 Euro.

Eröffnet wurde die Verdener Auktion im März durch die Verleihung des Grande Preises an den Celler Landbeschäler Comte v. Contendro/Granulit. Verbandsvorsitzender Manfred Schäfer und Geschäftsführer und Zuchtleiter Dr. Werner Schade zeichneten seinen Züchter Rolf Eggerking, Brinkum, in der gutbesuchten Niedersachsenhalle aus.

Verdener Auktion im Mai

Verdener Auktion im Mai

» Statistik der Verdener Auktion im Mai

Preisspitze der Verdener Auktion im Mai war die braune Stute Belissaria, die für 32.000 Euro in die USA verkauft wurde. Insgesamt erzielten die 60 Reitpferde einen Durchschnittspreis von 12.358 Euro. Großen Zuspruch fand die Fohlenkollektion. Bestbezahlter Vertreter der Jahrgangs 2016 war das Hengstfohlen Dolomite, für das ein Hengsthalter aus Nordrhein-Westfalen 22.000 Euro anlegte.

Mit Kopfnummer 32 hatte die Belissimo M/Embassy-Tochter Belissaria (Z.: Carsten Cohrs, Scharnhorst, Ausst.: Lena-Marie & Kerstin Klose, Burgwedel) ihren großen Auftritt in der Niedersachsenhalle. Telefonisch wurde die vielseitig veranlagte Braune für 32.000 Euro als Hunter an einen renommierten Ausbilder in den USA verkauft. Keine acht Wochen, nachdem der Hannoveraner Graf Grannus-Sohn Mindful als „Hunter of the Year“ ausgezeichnet wurde, erwarb der Trainer außerdem Nice to Have v. Now Or Never/Mont du Cantal AA (Z.: Andre Vagts, Bargstedt, Ausst.: Niedersächsisches Landgestüt Celle) für einen Zuschlagspreis von 20.000 Euro.

Über wertvolle Dressurgene und überdurchschnittliches Talent verfügt Ferris v. Fürst Romancier/Natiello xx (Z.: ZG Königs, Wallmoden, Ausst.: Tundi Andersson, Sjöbo/SWE). Das machten den bewegungsstarken Fuchs schon im Vorfeld zum Anwärter auf den Spitzenpreis der Dressurpferde. Er wird für 26.000 Euro den Weg nach Frankreich antreten.

Insgesamt wurden 25 Reitpferde an internationale Kundschaft verkauft. Die größte Käufergruppe kam aus Belgien (sechs), gefolgt von Frankreich und den USA (jeweils fünf). Bemerkenswert auch die Zahl von acht Pferden, die sich Käufer aus Nordrhein-Westfalen sicherten. Der „Tag des Hannoveraners“ im Pferdezentrum Schloss Wickrath Anfang April war gelungene Werbung für die Verdener Auktion.

Erneut fand die Fohlen-Kollektion großen Anklang. Nach dem guten Ergebnis aus dem vergangenen Jahr wurden 70 Fohlen angeboten. „Es wurden mehr Fohlen bei der Vorauswahl vorgestellt. Die Züchter honorieren die Absatzmöglichkeit“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. Besonders gefragt waren die Hengstfohlen. Die größte Begehrlichkeit hatte der Dimaggio/Sir Donnerhall-Sohn Dolomite geweckt (Z. u. Ausst.: Dieter Hilz, Spiegelau), der bei 22.000 Euro den Zuschlag erhielt und bei einem Hengstaufzüchter aus Nordrhein-Westfalen aufwachsen wird. Im Durchschnitt mussten für die 61 verkauften Fohlen 5.743 Euro angelegt werden.

Am 16. Juli  findet die nächste Auktion des Hannoveraner Verbandes statt. Eingebettet ist diese Veranstaltung zum ersten Mal in das Landesturnier des Pferdesportverbandes Hannover, das zeitgleich auf dem Gelände an der Niedersachsenhalle ausgetragen wird. Sport und Zucht treffen sich also in der Niedersachsenhalle. Die Auftaktpräsentation der Dressur-, Spring- und Reitpferde findet am Sonnabend, 9. Juli, statt. Interessenten können ab 10 Uhr nicht nur die jungen Talente in der Niedersachsenhalle beobachten, sondern es besteht auch die Möglichkeit zum sofortigen Ausprobieren. 

Verdener Auktion im Juli

Verdener Auktion im Juli

» Ergebnisse der Verdener Auktion im Juli

Während auf dem Außengelände die Hannoverschen Landesmeister ermittelt wurden, präsentierte sich in der Niedersachsenhalle eine lebhafte Auktion von 77 Reitpferden und 46 Fohlen. Den Kampf um die Bestmarke entschied der bewegungsstarke Fürst Hit für sich, der den Zuschlag bei 36.000 Euro erhielt. Bei den Fohlen stand Grey Fantastic in der Käufergunst an erster Stelle, der für 37.000 Euro an einen Hengstaufzüchter aus Niedersachsen verkauft wurde.

Die 77 Reitpferde waren den Käufern durchschnittlich 14.091 Euro wert, das entsprach dem Durchschnittspreis des Vorjahres. Die Referenzen von Fürst Hit v. Fürstenball/Diamond Hit (Z.: Jochen Dittmer, Kirchlinteln, Ausst.: Scott Zahner, Hinsdale/USA) sprachen für sich, der ausdrucksvolle Fünfjährige war das begehrteste Dressurtalent. Ein Dressurstall aus Schleswig-Holstein sicherte sich das Bewegungstalent für 36.000 Euro. Teuerstes Springpferd war der ein Jahr jüngere Valentino/Uccello-Sohn Vamos (Z.: Cord-Hinrich Backhaus, Wedemark, Ausst.: Hans-Jürgen Backhaus, Wedemark), der für 27.000 Euro die Reise zu einem renommierten Ausbildungsstall und treuen Stammkunden in Niedersachsen antreten wird, der bereits etliche erfolgreiche Sportpferde in Verden entdeckt hat.

Rund die Hälfte der Pferde wird Deutschland verlassen. „Wir haben schon an den ersten Tagen des Auktionstrainings ein großes internationales Interesse festgestellt. Seit dem vergangenen Wochenende waren ausländische Käufergruppen vor Ort“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. Nicht nur das europäische Ausland war auf der Käuferliste vertreten, sondern auch Länder wie Australien, Ecuador und Mexiko. Insgesamt herrschte in der Niedersachsenhalle reges Interesse, zahlreiche Zuschauer des Landesturniers HA.LT. nutzten die Gelegenheit, das Auktionsgeschehen mitzuerleben.

Internationale Pedigrees mit vielen sporterfolgeichen Dressur- und Springpferdevererbern kennzeichneten die Fohlenkollektion. Das wussten vor allem Hengsthalter zu schätzen. Beide Spitzenfohlen werden als Hengstanwärter aufwachsen. Die Gelegenheit nutzte ein Aufzüchter aus dem Großraum Verden, der im vergangenen Jahr mit dem teuersten Zweieinhalbjährigen auf dem Hengstmarkt für Furore gesorgt hatte. Er sicherte sich den Grey Flanell/Foundation-Sohn Grey Fantastic (Z.: Reinhard Baumgartner, Kamern) für 37.000 Euro. In niederländische Spitzenhände kommt das bestbezahlte Springfohlen mit brillanter Abstammung: For Action v. For Pleasure/Stakkato Gold (Z. u. Ausst.: Günter Soltau, Hamburg) kostete 26.000 Euro. Durchschnittlich mussten für die 46 Fohlen 7.098 Euro angelegt werden.

Am 5./6. August  findet die nächste Auktion des Hannoveraner Verbandes statt. Die Auktion von Fohlen und Zuchtstuten wird einer der Höhepunkte des Internationalen Dressur- und Springfestivals in Verden sein. Die erste Hälfte der 101 Fohlen wird am Freitag ab 18 Uhr versteigert, die zweite Hälfte sowie die Zuchtstuten werden am Sonnabend ab 18 Uhr neue Besitzer finden

Verdener Auktion August

Verdener Auktion im August - Fohlen und Zuchtstuten

Das Konzept ist aufgegangen: Zum zweiten Mal fand eine Verdener Auktion im Rahmen einer hochklassigen Reitsportveranstaltung statt. Die Verdener Auktion der Fohlen und Zuchtstuten bot im Rahmen des internationalen Dressur- und Springfestivals an zwei Tagen die Möglichkeit, heute die Sieger von morgen zu erwerben. Eine Möglichkeit, die auch von vielen Reitern genutzt wurde. Preisspitze der 91 Fohlen war De Bruyne, dessen Vater De Niro ebenso zu den Topvererbern für den Spitzensport gehört, wie zahlreiche weitere Hengste, die die Pedigrees ausgesprochen international machten.

Ein Fohlen von einer so hohen Qualität, wie sie seit Langem nicht mehr in der Niedersachsenhalle zu sehen gewesen sei, da war sich die Fachwelt einig: Schon bei der Präsentation in der vollbesetzten Hannoveraner Arena am Freitagnachmittag beeindruckte der lackschwarze Strahlemann mit dem Namen eines belgischen Fußballspielers das Publikum. Zwei Hengsthalter schenkten sich im spannenden Bieterduell nichts bis Auktionator Bernd Hickert schließlich bei 90.000 Euro den Zuschlag für den De Niro/San Amour-Sohn (Z. u. Ausst.: Gerold Gögele, Bleckede) einem niedersächsischen Hengsthalter erteilte. Für Züchter Gerold Gögele war die Situation nicht neu, er hat in den vergangenen Jahren bereits etliche hochklassige Fohlen in das Verdener Schaufenster gestellt.

Für das begehrteste Fohlen mit Springpferdepedigree mussten 28.000 Euro angelegt werden. Cornet’s Best v. Cornet Obolensky/Calido (Z. u. Ausst.: Kai Baumgartner, Kamern) betrat direkt nach De Bruyne den Auktionsring und fand eine neue Heimat in Schweden. Damit gelang der Zuchtstätte Baumgartner ein Double, vor genau drei Wochen war ihr Grey Fantastic bei der Verdener Auktion im Juli ebenfalls Spitzenreiter der Fohlen.

Durchschnittlich kostete Hannovers Nachwuchs 10.478 Euro. 29 Vertreter des Jahrganges 2016 kosteten 10.000 Euro und mehr. International wie die Pedigrees waren auch die Käufer. Ein kanadischer Stammkunde sicherte sich fünf Fohlen für den Huntermarkt. Sieben Fohlen werden nach Großbritannien reisen. Außerdem gehörten u.a. Argentinien, China und Indonesien zu den Käuferländern ebenso wie Polen, die Russische Föderation und die Tschechische Republik.

Das Angebot komplettierten sieben Zuchtstuten, die am Sonnabend für durchschnittlich 11.071 Euro versteigert wurden. 22.000 Euro war Hann.Pr.A. Cosmolina v. Contendro/Iberio (Z.: Wilhelm Klausing, Diepholz; Ausst.: Willem Klausing GbR, Diepholz) einem Käufer aus Hessen wert. Einen Tag zuvor hatte derselbe Aussteller bereits das zweitteuerste Fohlen, Venga Boy v. Vivaldi/Sandro Hit, für 66.000 Euro nach Nordrhein-Westfalen verkauft.

Die Verknüpfung von Sport und Auktion sorgte für Zufriedenheit. „Das Konzept ist voll aufgegangen. Das hat sich bereits bei der Auktion im Juli gezeigt“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener, der zahlreiche Teilnehmer des Internationalen Dressur- und Springfestivals in der Auktionshalle begrüßen konnte. So nutzte der international erfolgreiche Springreiter Mario Stevens kleine Sportpausen, um sich die Kollektion der Fohlen und Zuchtstuten anzuschauen. Er begrüßt die Verbindung der beiden großen Verdener Veranstaltungen. „Das ist sehr sinnvoll, weil wir auch unmittelbar die Informationen zu Hengsten, deren Vererbung und den Stämmen haben. Der Druck aus dem Ausland ist da und Deutschland hat nun mal die beste Zucht und das beste Ausbildungssystem für Pferde und Reiter.“

» Auktionsergebnisse

 

 

133. Elite-Auktion

Ergebnisse 133. Elite-Auktion - Reitpferde und Fohlen

Die Erfolge der Hannoveraner bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro waren die beste Werbung für die 133. Elite-Auktion in Verden. Die 82 Reitpferde beeindruckten durch ihr Talent für Viereck und Parcours. Der amerikanische Mannschafts-Silbermedaillengewinner Kent Farrington sicherte sich die Preisspitze Coolio v. Catoki/Satisfaction II für 140.000 Euro. Das begehrteste Fohlen tritt ebenfalls die Reise in die Vereinigten Staaten an. Belle Fleur v. Bon Coeur/Rubinstein war einer Neukundin aus Connecticut 27.000 Euro wert.

In der ausverkauften Niedersachsenhalle präsentierte sich die Kollektion überaus sportlich nicht nur, was die Abstammungen betraf. Zahlreiche internationale Dressur- und Springreiter hatten den Weg nach Verden gefunden, um sich von der Qualität der Auktionsaspiranten zu überzeugen. Am Telefon wurde das Bieterduell um die Preisspitze Coolio entschieden, der von seinem Züchter Stefan Kleine, Warmsen, ausgestellt wurde. Die Springspitze überzeugte durch makelloses Springen und überdurchschnittliche Athletik und hat mit seinem neuen Besitzer Kent Farrington optimale Voraussetzungen für eine internationale Karriere.

Das teuerste Dressurpferd war für 135.000 Euro zu haben. Treue Stammkunden aus Spanien erwarben den Quaterhall/Rotspon-Sohn Quarlito von Nymphenburg (Z.: Werner Rademacher, Geestland, Ausst.: Gestüt Nymphenburg, München). Der typvolle und bewegungsstarke Fuchs ist Hannoveraner Vizechampion der Reitpferde.

Durchschnittlich kosteten die 82 Reitpferde 29.500 Euro. 28 Pferde kostete mehr als 25.000 Euro, acht passierten die 50.000 Euro-Marke. „Der Durchschnittspreis wurde ohne große ,Ausreißer’ nach oben erzielt“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener und hob das große internationale Interesse aus dem Sport hervor. Das zeigt sich auch in der Exportrate, 33 Pferde werden Deutschland verlassen. Die größte Käufergruppe kam aus Spanien (sieben), gefolgt von der Schweiz (fünf) sowie den USA und Frankreich (jeweils vier).

Begehrt waren auch Hannovers Jüngste. 37 Fohlen erzielten einen Durchschnittspreis von 8.257 Euro und waren damit rund 2.000 Euro teurer als im Vorjahr. Spitzenreiter der Preisstatistik war diesmal ein Stutfohlen. Die erst Anfang Juli geborene Bon Coeur/Rubinstein-Tochter Belle Fleur (Z. u. Ausst.: Kathrin Göllner, Gröding/AUT) kostete 27.000 Euro und wird in den Vereinigten Staaten aufwachsen.

Den Auftakt zur 133. Elite-Auktion hatte der prachtvolle Gala-Abend mit vielen spektakulären Schaunummern gemacht. Einer der Höhepunkte war der Auftritt der „Hannoveraner Stute des Jahres 2016“. Diese Ehre wurde der Drosselklang II/Vollkorn xx-Tochter Donna Carara zuteil, die von Wolfgang Sprado, Wagenfeld, gezüchtet wurde. Im Züchterstall von Gaby Huntemann, Wagenfeld, brachte sie nicht weniger als vier S-erfolgreiche Springpferde, von denen drei international Siege und Placierungen sammeln. Traditionell wird beim Gala-Abend außerdem der erfolgreichste Auktionsaussteller des zurückliegenden Wertungszeitraums ausgezeichnet. Der Hans Joachim-Köhler Preis ging an Albert Kampert aus Halle, der neben zahlreichen Auktionspferden Weltmeister und Mannschaftsolympiasieger Satchmo gezüchtet hat. Er wurde seinerzeit auf dem Hengstmarkt von Dr. Uwe Schulten-Baumer entdeckt. Krönender Abschluss des abwechslungsreichen Abends war die Quadrille ehemaliger Verdener Auktionsreiter, die für die Verabschiedung des langjährigen Stallmeisters und Ausbilders des Verdener Auktionsteams, Hartmut Kettelhodt, in die Niedersachsenhalle gekommen waren. Er begann 1969 eine Bereiter-Lehre in der Hannoverschen Reit- und Fahrschule und war ab 1976 Stallmeister der Ausbildungs- und Absatzzentrale, die er bis jetzt als Leiter des technischen Dienstes betreute. Er tritt nach 47 Jahren beim Hannoveraner Verband seinen wohlverdienten Ruhestand an und wurde mit der Goldenen Ehrennadel des Hannoveraner Verbandes ausgezeichnet.

Hannoveraner Hengstkörung und Hengstmarkt 2016

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» Broschüre Hannoveraner Hengstkörung und Hengstmarkt (pdf)

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Auf athletisch hohem Niveau präsentierte sich der Hannoveraner Körjahrgang 2014 in der an drei Tagen ausverkauften Niedersachsenhalle in Verden. 84 Hengste traten an, 53 wurden gekört, zehn davon mit einer Prämie ausgezeichnet. „Mit der Qualität dieser Pferde ist Hannover sportlich international konkurrenzfähig“, sagte Zuchtleiter Dr. Werner Schade.

Die Hengstkörung war ein wahres Festival der Debütanten. Die Vererber Quantensprung und Diacontinus stellte ihre ersten Söhne vor. Bei seiner Vererberpremiere war Privatbeschäler Quantensprung mit fünf Söhnen vertreten. Alle fünf wurden gekört, drei zudem mit dem Titel „Prämienhengst Dressur“ ausgezeichnet. Auch der begehrteste Junghengst des Hengstmarktes hatte den Dunkelfuchs zum Vater: Ein aus einer Fidertanz-Mutter gezogener, lackschwarzer Prämienhengst (Z.: Silke Groeneveld, Bunde, Ausst.: Heinrich Gießelmann, Barver) zieht für den Zuschlagspreis von 280.000 Euro in das Landgestüt Moritzburg und dem Gestüt Sprehe ein. „Bei den Dressurpferden haben wir Bewegungsabläufe mit enormer Ausdrucksstärke gesehen, die der moderne Dressursport heute braucht“, urteilte Dr. Werner Schade.

Bei den Springpferden schickte der Celler Landbeschäler Diacontinus vier Zweieinhalbjährige ins Rennen, von denen drei gekört wurden, einer davon mit dem Prädikat „Prämienhengst Springen“. Dieser avancierte außerdem zur Preisspitze. Der Schimmel v. Diacontinus/Silvio (Z. u. Ausst.: Jörn Döscher, Cuxhaven) wurde für 65.000 Euro am Telefon an einen Hengsthalter aus dem Springpferdeland Belgien verkauft, der schon zahlreiche Talente in Verden entdeckt und neben dem Zuchteinsatz in den Sport gebracht hat. Insgesamt waren die Springpferde hinsichtlich Abstammung und gezeigten Leistungen ein außergewöhnlicher Jahrgang. „Bemerkenswert waren neben Springmanier und -vermögen auch die erkennbaren Qualitäten als zukünftige Vererber“, lobte Peter Teeuwen, Mitglied der Körkommission.

Zum ersten Mal gehörte in Hannover nach der Vorstellung auf der Dreiecksbahn das Longieren der Hengste zum Körprogramm. Mannschafts-Olympiasiegerin Heike Kemmer lobte: „Das Longieren ist eine sehr gute Sache in punkto Reitpferd. Man kann sich schon vorstellen, wie die Pferde später an den Zügel herantreten. Außerdem bekommt man einen besseren Eindruck vom Galopp als beim Freilaufen. Der Tag mit Dreiecksbahn und Longieren war eine runde Sache. Man konnte sich vor allem von den Dressurhengsten ein kompletteres Bild machen." Diese Gelegenheit nutzten neben den Landgestüten Celle, Moritzburg und Warendorf sowie weiteren Hengsthaltern auch zahlreiche Sportställe, die sich die Talente in Verden sicherten. Im Durchschnitt mussten für die gekörten Hengste 62.687 Euro investiert werden. 29 Hengste bleiben in Deutschland, 19 werden das Land verlassen. Dabei war das Interesse weltweit, neben Europa wurden Hengste von Argentinien über die USA bis hin nach Neuseeland verkauft.

Für die nichtgekörten Hengste mussten durchschnittlich rund 3.000 Euro mehr als 2015 angelegt werden. Sie erzielten einen Durchschnittspreis von 20.464 Euro. Bestbezahlte Offerte war ein Fuchs v. Chatender/Stakkato (Z. u. Ausst.: Dorothee Heitmüller, Nienburg), der für 40.000 Euro in die USA versteigert wurde.

Den Auftakt zum Hengstmarkt hatte zum ersten Mal eine sehr stimmungsvolle Matinee der Hannoveraner Zucht gemacht, bei der nicht nur die Prämienhengste geehrt, sondern auch erfolgreiche Hengste und Stuten der vergangenen Jahren präsentiert wurden. Krönender Abschluss war die Vorstellung des Hannoveraner Hengst des Jahres 2016, Desperados FRH v. De Niro/Wolkenstein II (Z.: Herbert Schütt, Hemmoor), der auf dem Hengstmarkt  2003 mit seiner Reiterin Kristina Bröring-Sprehe den Siegeszug an die Dessur-Weltspitze antrat.

Verdener Auktion November

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» Auktionsbroschüre der Verdener Auktion November (pdf)

Das Verdener Auktionsjahr endete mit einer Reitpferdeauktion mit ausgeglichenem Ergebnis. In der Käufergunst an erster Stelle stand Gabalier HRH, der für 90.000 Euro in die Schweiz verkauft wurde. Insgesamt erzielten die 96 Reitpferde einen Durchschnittspreis von 14.450,00 Euro.Hannovers Springpferde standen hoch im Kurs. Besonders Talente mit dem Anfangsbuchstaben G, von denen die Kollektion einige attraktive Offerten bereit hielt, erfreuten sich großer Beliebtheit. Als der großlinige und moderne Fuchs Gabalier HRH v. Gavi/Drosselklang II (Z. u. Ausst.: Heiner und Renate Hormann, Landesbergen) die gut besetzte Niedersachsenhalle betrat, schnellten die Gebote rasch nach oben. In einem Telefonduell zwischen Großbritannien und der Schweiz entschied sich der Zuschlag zu Gunsten eines Springstalls aus Appenzell. Zum weiteren Training wird Gabalier HRH vorerst im Ausbildungs- und Absatzzentrum in Verden bleiben. „Wir freuen uns sehr, dass aus der G-Blut-Initiative der vergangenen Jahre sehr leistungsstarke Pferde kommen, was auch vom Markt honoriert wird“, sagte Zuchtleiter Dr. Werner Schade.Bestbezahltes Talent für das Viereck war ebenfalls ein Fuchs: Der Don Diamond/Florencio-Sohn Davros (Z. u. Ausst.: Hans-Jürgen Bredemeier, Winsen) war einer Förderin des Dressursports aus Schleswig-Holstein 40.000 Euro wert.Die Statistik der Verdener Auktion im November zeigte ein ausgeglichenes Ergebnis. 30 Pferde erzielten Preise von 15.000 Euro und mehr. Über ein Drittel der Kollektion wird Deutschland verlassen. In Kauflaune waren die Bieter aus Frankreich, die sich 15 Pferde sicherten, die Schweiz war mit sieben Einkäufen dabei. Insgesamt werden 39 Pferde im Ausland für das Zuchtgebiet Hannover werben.„Der Jahresabschluss ist sehr zufriedenstellend und motivierend für Käufer und Aussteller. Dabei waren es vor allem die sportlichen Spitzentalente, die dazu beigetragen haben, zahlreiche neue Kunden nach Verden zu locken. Die gelungenen Veranstaltungen der zurückliegenden sechs Wochen mit Elite-Auktion und Hengstmarkt haben auch zum Vertrauen der Züchter in den Auktionsort Verden beigetragen“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhlem Wegener. Aber – nach der Auktion ist vor der Auktion, und schon am Montag macht sich das Auswahlteam wieder auf den Weg, um die Kandidaten für die Verdener Auktion im Januar zu sichten. 2017 öffnet sich dann am 21. Januar zum ersten Mal im Jahr der Verdener Auktionsvorhang.

Verdener Auktionen 2015

Verdener Auktion im Januar

Verdener Auktion im Januar

» Statistik der Verdener Auktion im Januar

Die Verdener Auktion im Januar nahm einen lebhaften Verlauf, schon im Vorfeld eilte der qualitätvollen Kollektion ein guter Ruf voraus. Für die 69 Reitpferde legten die Kunden durchschnittlich 15.029 Euro an. Preisspitze war die Sandro Hit/De Niro-Tochter Sjenna H, die ihren neuen Besitzern 55.000 Euro wert war. Insgesamt sicherten sich Pferdekenner aus 14 Nationen einen Youngster - darunter zahlreiche Neukunden.

Sjenna H v. Sandro Hit/De Niro (Z. u. Ausst.: Edeltraud Hähn, Bergneustadt) aus dem Rheinland sorgte mit ihrem hervorragenden Auftritt für strahlende Gesichter bei den Gästen in der gut gefüllten Niedersachsenhalle. Für 55.000 Euro schlug Auktionator Daniel Delius das Ausnahmentalent für Kunden aus den Niederlanden zu – ein schöner Erfolg für die Rheinischen Züchter nach der Fusion mit dem Hannoveraner Verband.

Bestbezahlte Offerte bei den Parcours-Experten war Linus v. Levistano/Derwisch  (Z.: Anneli Brunckhorst, Hollenstedt, Ausst.: Ulf Plate, Oldendorf). 37.000 Euro investierten Käufer aus der Türkei.

Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener zog ein positives Fazit: „Die Verdener Auktion im Januar liefert ein weiteres Beispiel dafür, dass der Verdener Auktionsplatz ein optimaler Markt der Möglichkeiten ist. Das Angebot sprach sowohl Profi- als auch Amateurreiter an und bot für jede Disziplin das passende Pferd. Es war für jeden Kunden eine ansprechende Auswahl vorhaben. Auch in allen Preissegmenten: Reitpferde für alle Klassen und Kassen!"

Die Preisstruktur war ausgewogen: 14 Pferde kosten zwischen 11.000 und 14.999 Euro, 27 Hannoveraner wurden mit mehr als 15.000 Euro bezahlt. 32 Pferde werden in Deutschland bleiben, 37 wurden ins Ausland verkauft. Käufer aus den USA reagierten spürbar auf die derzeitige Dollarstärke und ersteigerten sechs Pferde. 

Verdener Auktion im März

Verdener Auktion im März

» Statistik der Verdener Auktion im März

Mit einem dynamischen Verlauf und einem Spitzenpreis von 72.000 Euro für das Springtalent Cedane D feierte die Verdener Auktion im März eine rundum gelungene Premiere. Erstmals wurden im März in Verden Hannoveraner für alle Ansprüche – vom Elite-Pferd bis zum zuverlässigen Partner für ambitionierte Freizeitreiter – angeboten. Komplettiert wurde das qualitätvolle Angebot durch eine ausgesuchte Kollektion früh geborener Fohlen, die großen Anklang fand. Für den Höchstpreis von 64.000 Euro wurde ein Finest-Sohn an einen namhaften Hengstaufzüchter versteigert.

Im spannenden Bieterduell um den Cornado I/Florestan-Sohn Cedane D (Z. u. Ausst.: Christine Düstersiek, Vlotho-Exter) erhielt am Telefon ein renommierter Springstall aus Nordrhein-Westfalen bei 72.000 Euro den Zuschlag. Der großlinige Braune hatte bereits bei den Präsentationen über dem Sprung überzeugt. Der Westfale ist Vertreter des Hannoveraner Stutenstammes der Abisunda, aus dem etliche hocherfolgreiche Springpferde hervorgegangen sind.

Bestbezahlte Offerte für das Viereck war der Bonifatius/Don Vino-Sohn Bourbon (Z.: Guido Meyer, Meppen, Ausst.: Antonius Schulze-Averdiek, Rosendahl). Der braune Beau wurde nach ausdauerndem Bieterduell für 62.000 Euro an den Dressurausbilder Wolfgang Schmitz-Heinen verkauft. Der Zufall wollte es, dass mit Wells Fargo ein Dressurpferd den Titel der Auktionsbroschüre schmückte, das 2006 den Weg in den Käuferstall des Spitzenpferdes angetreten hat. Neben weiteren Auktionskäufen ist dies ein gelungener Beleg für gute Kundenbeziehungen.

Insgesamt erhielten 70 Reitpferde den Zuschlag bei einem Durchschnittspreis von 18.329 Euro. Gut die Hälfte, nämlich 39, werden Deutschland verlassen. Am stärksten waren Käufergruppen aus den USA vertreten, die sich 13 Talente sicherten. „Das Preisgefüge hat gezeigt, dass das neue Auktionskonzept gut angenommen wurde. Wir hatten Elite-Pferde in der Auktion, die entsprechend bezahlt worden sind, genauso wie Pferde für unsere ambitionierten Freizeitreiter. Genau diese Mischung wünschen wir uns und genau diese haben wir erreicht“, zog Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener das Fazit der Premierenveranstaltung.

Die 38 Fohlen fanden für durchschnittlich 7.595 Euro neue Besitzer. Einen Traumstart legte dabei der Privatbeschäler Finest hin, der mit seinem Sohn Frenchtown (Z. u. Ausst.: Claus Quast, Hamburg) gleich mit seinem ersten Fohlenjahrgang die Preisspitze von 64.000 Euro stellte. Der bewegungsstarke Braune,der aus einer Diamond Hit-Mutter gezogen ist, begeisterte mehrere Hengstaufzüchter und wurde am Telefon nach Österreich verkauft. „Die Kollektion der Fohlen war größer als bei der Elite-Auktion im vergangenen April. Das hat mit der neuen Auswahlstruktur zu tun. Über dieses Lot habe ich mich sehr gefreut – die Qualität stimmte, ebenso wie die Pedigrees, das Auftreten und die Optik“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

Verdener Auktion im Mai

Verdener Auktion im Mai

» Statistik der Verdener Auktion im Mai

66 Reitpferde und 58 Fohlen gehörten zum Angebot der Verdener Auktion im Mai. Preisspitze war der bereits weit geförderte sechsjährige Con Cento, der für 71.000 Euro nach Hamburg verkauft wurde. Spitzenreiter aus dem Jahrgang 2015 wurde der schwarzbraune Donar, den sich ein Hengstaufzüchter aus Dänemark für 28.000 Euro sicherte.
 
Die Auktion hatte einen ausgesprochen frischen und positiven Verlauf. Die zahlreichen Interessenten in der gut besuchten Niedersachsenhalle blieben auch bei den Fohlen, die im Anschluss an die Reitpferde versteigert wurden, auf den Tribünen und belohnten überdurchschnittliche Preise mit ihrem Applaus. Insgesamt fanden die Reitpferde zu einem Durchschnittspreis von 14.970 Euro einen neuen Besitzer. In Kauflaune, beschwingt vom günstigen Euro-Kurs, waren die internationalen Kunden. Rund 50 Prozent der Kollektion wird Deutschland verlassen.

Keine weite Reise hat die Preisspitze vor sich. Der Christ/Sir Donnerhall-Sohn Con Cento (Z.: Bernhard Klein, Vörde, Ausst.: Ariane Löckenhoff, Mettmann) wird seine neue Box in einem Hamburger Dressurstall beziehen. Bereits weit gefördert, weckte der großlinige Westfale mit einem Gardemaß von 176 Zentimetern Begehrlichkeiten für das große Viereck und wechselte für 71.000 Euro den Besitzer.

Es war gelungen, für die Verdener Auktion im Mai eine besonders attraktive Springpferdekollektion zusammenzustellen. Etliche Talente erzielten Preise von über 25.000 Euro. Begehrtester Youngster war die 2011 geborene Hann.Pr.A. Cleo v. Cloney/Drosselklang II (Z.: Heino Knief, Bassum, Ausst.: Henrik Hüsker, Syke), die für 35.000 Euro in den Iran verkauft wurde.

Während der gesamten Trainingszeit standen die Auktioner im Mittelpunkt des Interesses. „In den vergangenen zehn Tagen ist die Vorbereitungszeit sehr gut zum Ausprobieren genutzt worden“, sagt Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener und berichtet von der wachsenden Zahl an Kunden, die ein passendes Reitpferd für sich selbst in Verden gesucht und gefunden haben.

Die starke Fohlenkollektion fand großen Anklang, auch internationale Käuferschaft begeisterte sich für den Nachwuchs. Zum ersten Mal nach 2006 komplettierten 58 Pferdekinder das Auktionslot. Nach spannendem Bieterduell erfolgte der Zuschlag bei 28.000 Euro erfolgte. Über den Kauf von Donar v. Don Index/Fidertanz (Z. u. Ausst.: Ferdinand Mayer, Arzfeld) freute sich ein dänischer Hengstaufzüchter. Durchschnittlich mussten 6.544 Euro für ein Hannoveraner Fohlen angelegt werden. „Es war die richtige Entscheidung der Auktionsleitung, ein Fohlenangebot auch in die Auktion im Mai aufzunehmen“, sagte Zuchtleiter und Geschäftsführer Dr. Werner Schade.

Verdener Auktion im Juli

Verdener Auktion im Juli

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Das Resultat kann sich sehen lassen: Die Verdener Auktion im Juli endete mit einem Durchschnittspreis von 14.195 Euro für die 82 verkauften Reitpferde. Den höchsten Preis erzielte der bedeutende Reminder, der für 43.000 Euro in die Niederlande verkauft wurde. Das teuerste Fohlen wird Deutschland ebenfalls verlassen. Dollar Girl kostete 42.000 Euro und wird die Reise nach Dänemark antreten.

Schon in der Trainingszeit hatte sich der Romanov Blue Hors/Longchamp-Sohn Reminder (Z.: Francois Schneiders, St. Vith/Belgien, Ausst.: Scott Zahner, Hinsdale/USA) zu einer der begehrtesten Offerten für das große Viereck entwickelt. Der Aussteller hatte den Dunkelbraunen übrigens auf der Fohlen-Auktion 2010 an gleicher Stelle entdeckt. Für 43.000 Euro ging der Zuschlag nun, fünf Jahre später, an Stammkunden aus den Niederlanden, die am Telefon das letzte Gebot hielten. Auch dem Zuschlag für das teuerste Springpferd ging ein lebhaftes Bieterduell voraus, Auktionator Bernd Hickert erteilte auch ihn am Telefon. Für 35.000 Euro sicherte sich ein Springstall aus Schweden, der schon etliche Talente für den internationalen Sport in Verden entdeckt hat, den Stolzenberg/Hurricane-Sohn Silverado (Z. u. Ausst.: Frank Kuhlmann, Diesdorf).

Kenia, Iran, China, Korea. Hände, die gar nicht mehr runter gehen. Jubelschreie auf den Tribünen – Das sind Geschichten, wie sie nur Auktionen schreiben können. Die Verdener Auktion im Juli war in der gut besuchten Niedersachsenhalle spannend, die Stimmung sehr gut. Viele neue Kunden hatten den Weg in die Niedersachsenhalle gefunden. „Während der Trainingszeit war von Beginn an das Interesse an den Reitpferden sehr groß. Viele Käufer, die sich zuvor über digitale Medien informiert haben, waren erstmals bei einer Verdener Auktion, und die Listen für das Ausprobieren waren dementsprechende sehr gut gefüllt“, resümierte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener und lobt sein Team.

Besonders auffällig war das Bieterverhalten eines neuen Kunden aus Korea. Mit großen Sprüngen ließen sie per Telefon großzügig jeweils auf 30.000 Euro aufrunden. Die beiden so ersteigerten Pferde werden zunächst in Deutschland bleiben und bei Mannschaftsolympiasieger und Reitmeister Hubertus Schmidt auf ihre Dressurkarriere vorbereitet werden. Insgesamt war die Exportrate überdurchschnittlich hoch, 45 Mal unterschrieben internationale Interessenten einen Kaufzettel. Am stärksten vertreten waren Hannoveraner Freunde aus den USA und Italien, gefolgt von Kunden aus den Niederlanden, Spanien und der Schweiz.

Als gute Idee erwies sich zudem, das Angebot der Reitpferde im Juli erstmals durch Fohlen zu ergänzen. „Dadurch können wir den Kunden interessante Fohlen alters- und entwicklungsentsprechend anbieten“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener und freute sich über das gute Resultat. Die 50 Vertreter des Jahrgangs 2015 fanden im Durchschnitt für 7.002 Euro neue Besitzer. Als es um den Spitzenpreis ging, war es einmal mehr Gerold Gögele, Bleckede, der mit der De Niro/San Amour-Tochter Dollar Girl den höchsten Preis erzielte. Dem Züchter und renommierten Ausbilder ist es gelungen, innerhalb von nur 24 Monaten das fünfte De Niro-Fohlen in Verden für einen Preis von über 26.000 Euro zu verkaufen. 42.000 Euro war das typvolle Rappfohlen einer Kundin aus Dänemark wert. Der nächste De Niro-Nachkomme aus dem Hause Gögele wird übrigens die 141. Elite Fohlen- und Zuchtstuten-Auktion am 15. August in Verden eröffnen. Dann kommen 125 Fohlen mit besten Abstammungen sowie elf qualitätvolle Zuchtstuten zum Verkauf. An einem Tag bietet sich dann in Verden eine vollständige Übersicht über die komplette Kollektion der 79 Hengst- und 46 Stutfohlen.

41. Elite Fohlen und Zuchstuten-Auktion

41. Elite Fohlen und Zuchstuten-Auktion

» Statistik der 41. Elite Fohlen- und Zuchtstuten-Auktion

120 qualitätvolle Fohlen hatte das Team der Auktionsabteilung des Hannoveraner Verbandes in Verden für die Kollektion der 41. Elite Fohlen- und Zuchtstuten-Auktion ausgewählt. Das Lot war gefragt – im In- und im Ausland. Gefeierte Preisspitzen gab es zwei: einen Hengst und eine Stute. Casanostra v. Cadeau Noir und Fine Lady v. Fürst Romancier, beide mit Typbrillanz und großer Bewegungsdynamik ausgestattet, kosteten jeweils 27.000 Euro. Bestbezahlte Zuchtstute war Hann.Pr.A. Pina Colada v. Perigueux, die für 21.000 Euro von Kunden aus Deutschland ersteigerte wurde.

Cadeau Noir mal Lauries Crusador xx hieß die elitäre Genkombination von Casanostra (Z. u. Ausst.: Volker Bertram, Schollene). Der schmucke Rappe zog mit beeindrucken-der Souveränität und wunderbar elastischen Trabbewegungen seine Runden durch die Niedersachsenhalle und begeisterte das Fachpublikum. Nach spannendem Bieterduell sicherte sich ein renommierter Hengstaufzüchter aus der Nähe von Verden das junge Talent. Genau so viel legte ein engagierter Interessent für Fine Lady an: Die mit viel weiblichem Charme aufgemachte Fuchsstute v. Fürst Romancier/Warkant (Z.: Rüdiger Löer, Ausst.: Maike Löer, Weste) brillierte mit glänzenden Bewegungen. Nun hat sie in Bayern ihre neue Heimat gefunden.
Spotify v. Stanford/Fidermark (Z. u. Ausst.: Dr. Nobert Grittern, Heinsberg) war ein wertvoller Vertreter des Rheinischen Pferdestammbuchs und knackte fast ebenfalls die monetäre Spitzenmarke: Für 26.000 Euro wird der schwarzbraune Hengst in Niedersachsen erwachsen werden. Ebenfalls hochpreisig: Kopfnummer eins Daddy’s Darling v. De Niro/Sandro Hit. Der elegante Rappe war Kunden aus Russland 25.000 Euro wert. Züchter Gerold Gögele aus Bleckede gelingt seit einiger Zeit bei den Auktionen in Verden alles: Bei fast jeder Versteigerung ist er mit hochkarätigen Fohlen dabei und seine Youngster werden regelmäßig mit Spitzenpreisen bezahlt. Zur Spitze im Lot der Springfohlen avancierte Gentleman v. Galant de Semilly/Raphael (Z. u. Ausst.: Adolf Brunkhorst, Selsingen). Kunden aus Dänemark ersteigerten den athletischen Fuchshengst für 16.000 Euro.
Der Durchschnittspreis der 119 versteigerten Fohlen lag mit 8.470,58 Euro über dem des Vorjahres. 37 Kandidaten wurden mit 10.000 Euro und mehr bezahlt. 65 Hannoveraner und Rheinländer verbleiben in Deutschland, 54 treten die Reise ins Ausland an. „Von dieser guten und breiten Preisverteilung profitieren die Züchter und Aussteller. Genau das ist auch unsere Zielsetzung“, so Zuchtleiter und Geschäftsführer Dr. Werner Schade.

In der feinen Kollektion der elf Zuchtstuten war die Springstute Hann.Pr.A. Pina Colada (Z. u. Ausst.: Wilhelm Gößling, Börger) begehrteste Offerte. Ihr Vater Perigueux hatte mit Eva Bitter erst vor wenigen Tagen den Großen Preis von Verden gewonnen. Mutter St.Pr. Corny stammt ab vom Top-Jumper Cornet Obolensky. Pina Colada ist tragend von Kannan v. Voltaire und Kunden aus Schleswig-Holstein legten 21.000 Euro für die weiße Sportlerin an. Das Ausland hatte großes Interesse an den Hannoveraner Stuten: Sieben verlassen die Republik, vier bleiben in Deutschland. Im Durchschnitt wurden sie mit 12.091 Euro bezahlt.

Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener war mit dem positiven Auktionsverlauf in der vollbesetzten Niedersachsenhalle sehr zufrieden: „Mit 119 Fohlen war die Kollektion etwas kleiner als in den Vorjahren im August. Man darf aber nicht vergessen, dass wir in den drei vergangenen Auktionen im März, Mai und Juli bereits 150 Fohlen verkauft haben.“ Auch das neue Auktionssystem habe sich bewährt: „Die Kollektion war aufgrund des neuen Auswahlverfahrens deutlich einheitlicher, was Wuchs, Typ und Bewegungsqualität anbelangt. Das kam den Ausstellern entgegen und auch die internationale Käuferschaft hat diese Neuerung honoriert“.

132. Elite-Auktion Reitpferde und Fohlen

132. Elite-Auktion Reitpferde und Fohlen

» Statistik der 132. Elite-Auktion

Umjubelte Preisspitze der 132. Elite-Auktion war der Quaid/Stakkato-Sohn Quality H. Bei 310.000 Euro erfolgte der Zuschlag und machte den Fuchs zu einem der teuersten Springpferde, das bislang bei einer Auktion in Verden versteigert wurde. Insgesamt wurden für die 81 Talente durchschnittlich für 36.481 Euro verkauft. Bestbezahltes Fohlen war Viareggio, der für 28.000 Euro einen neuen Besitzer fand.

Groß war das Interesse an dem sprunggewaltigen Quality H (Z.: Hans-Heinrich Hagemann, Pattensen, Ausst.: Hans-Henning Hagemann, Pattensen-Hüppede) und hatte im Vorfeld der Auktion bereits zahlreiche Springreiter zum Ausprobieren nach Verden gelockt. Nach einer munteren Abgabe der Gebote durch zahlreiche Bieter hatte letztendlich eine dem Hannoveraner Verband eng verbundene, langjährige kanadische Stammkundin den längsten Atem und sicherte sich das Parcourstalent der Extraklasse für 310.000 Euro. Mit jubelndem Applaus verabschiedete sich das begeisterte Publikum von Quality H.

Die 132. Elite-Auktion hatte schon mit einem Paukenschlag begonnen. In der ausverkauften Niedersachsenhalle wurde der Zuschlagspreis der Kopfnummer eins gefeiert: Superb v. Surprice/Donautanz (Z. u. Ausst.: Marion Gabel, Kreuzebra) war der  Reitsportmäzenin Madeleine Winter-Schulze 250.000 Euro wert und wird in die Meisterhände von Isabell Werth kommen. Die lackschwarze Ballerina ist amtierende Hannoveraner Reitpferdechampionesse und vertrat Hannovers Farben beim Bundeschampionat. „Insgesamt war die Kollektion der 132. Elite-Auktion sehr sportorientiert, etliche Championatspferde kamen zur Versteigerung – das wurde von den Kunden honoriert“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. Das spiegelte sich auch in der Verkaufsstatistik wider, zahlreiche Youngster wurden an deutsche Turnier- und Ausbildungsställe verkauft. 24 Pferde werden Deutschland verlassen. Von den USA über Südafrika bis nach Australien wird sie die Reise führen.

Wer sich schon heute die Talente von morgen sichern wollte, wurde bei den Fohlen fündig. Bestbezahlte Offerte war der bewegungsstarke Van Vivaldi/Fürstenball-Sohn Viareggio (Z. u. Ausst.: Dr. Ulrich Kriebel, Bienenbüttel). Ein dänischer Hengsthalter sicherte sich den im Juni geborenen Braunen aus wertvoller Mutterlinie. Durchschnittlich wurden 6.592 Euro für die Vertreter der Jahrgangs 2015 bezahlt.

Stimmungsvoller Auftakt der 132. Elite-Auktion war am Freitag der glanzvolle Gala-Abend mit zahlreichen sportlichen Höhepunkten und Ehrungen. Als erfolgreichster Auktionsbeschicker der vergangenen zehn Jahre wurde Martin Klintworth, Ohrensen, mit dem Hans Joachim Köhler-Preis ausgezeichnet. Hannoveraner Stute des Jahres 2015 wurde St.Pr.St. Goldmarie v. Goldfever/Gragenit aus der Zucht von Ernst Stahlhut, Stadthagen. 

Verdener Auktion im November

Verdener Auktion im November

» Statistik der Verdener Auktion im November

„Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten – verkauft!“ Der letzte Zuschlag in der Niedersachsenhalle beschloss das Verdener Auktionsjahr 2015. Die Verdener Auktion im November des Hannoveraner Verbandes bescherte den Ausstellern einen Durchschnittspreis von 14.216 Euro. Preisspitze wurde die typvolle Dressurstute Susii, die für 61.000 Euro an einen Käufer aus China versteigert wurde.

Gleich mit Kopfnummer eins war die Sarkozy/Ehrenwort-Tochter Hann.Pr.A. Susii (Z. u. Ausst.: Wilfried Otten, Meppen) als Preisspitze eine beeindruckende Eröffnung der Verdener Auktion im November. Schon im Vorfeld war die schicke Fuchsstute als Favoritin auf den Spitzenpreis gehandelt worden. Vor drei Jahren war ihr Halbbruder Dornvelder in der Niedersachsenhalle bereits als Spitzenpferd der 127. Elite-Auktion gefeiert worden.

Bestbezahltes Springpferd war der Contendro/Glückspilz-Sohn Cienfuegos (Z.: Wilhelm Berghorn, Stolzenau, Ausst.: Bernfried Erdmann, Wallenhorst). Der talentierte dunkelbraune Hengst ist kein Geringerer als der Vollbruder von Christian Ahlmanns Olympiapferd Codex One. Für 30.000 Euro wird er seine Karriere in den USA beginnen.

Die Statistik präsentierte sich sehr ausgeglichen. Über zwei Drittel der junge Talente erzielte Preise von über 10.000 Euro. Bunt war die Käuferschar, Kunden aus 16 Ländern ersteigerten einen Youngster im Schaufenster Verden. Insgesamt werden 46 Pferde Deutschland verlassen. „Das zu Jahresbeginn geänderte Auktionssystem hat sich von Beginn an bewährt und wird sowohl von Käufer- als auch von Ausstellerseite gut angenommen“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. Die Verdener Auktion im November zeigte erneut, dass es der Auktionsleitung in den zurückliegenden Monaten gelungen ist, zahlreiche neue Kunden zu gewinnen. „Wir freuen uns über den allgemein guten Zuspruch unserer Auktionen!“