
Der Celler Landbeschäler Weltmeyer v. World Cup/Absatz aus der Zucht von Hermann Meyer, Allwörden, ist Hannoveraner Hengst des Jahres 1998.
Weltmeyer – welch ein Name, welch ein Pferd, welch eine Vererbungskraft. Schon als Hermann Meyer 1986 seinen Hengst auf der Körung in Verden präsentierte, waren Züchter und Kommissionen aus dem Häuschen. Der Name, die Siege auf der Körung, in der Hengstleistungsprüfung, beim Bundeschampionat und bei der DLG-Ausstellung waren eine Prophezeiung, die sich schließlich erfüllte. 51 gekörte Hengste hat er für Hannover gebracht, Hengstleistungsprüfungssieger und Bundeschampions in Serie geliefert, von denen viele beginnen, sich züchterisch zu bewähren.
Seine Töchter gehören zur Spitze der Zuchtstuten, 150mal erhielten sie die Staatsprämie. Bei Stutenprüfungen sind sie regelmäßig vorne zu finden. Der geschätzte Zuchtwert von 189 Punkten in der Dressur macht Weltmeyer auch hier zum Klassenprimus. Die Bundesstutenschau in Warendorf in diesem Jahr kann als Weltmeyer-Festival bezeichnet werden. Vier der sechs Stuten in den Sieger- bzw. Reservesiegerfamilien hatten ihn zum Vater. Die Bronzemedaille im Championat der drei- und vierjährigen Stuten holte die großartige Wesley (v. Weltmeyer)-Tochter Wisconsin von Hans-Heinrich Brüning. Im Championat der fünfjährigen Dressurpferde gewann der Weltmeyer/Gelria-Sohn Weltino unter Holga Finken die Bronzemedaille, derselbe Reiter steuerte den Privathengst White Magic auf den vierten Platz. Und natürlich passt auch der Championatssieg bei den dreijährigen Stuten und Wallachen der Wittinger (v. Weltmeyer)/Grenadier-Tochter Weltspitze unter Alyona Bilan in die Erfolgsbilanz.
Was noch wichtiger ist: auch im „Großen Sport" hinterlassen die ersten Weltmeyer-Nachkommen ihre Erfolgsspuren. So holte Ellen Schulten-Baumer Einzel- und Mannschaftsgold bei der Dressur-EM der Jungen Reiter mit der Weltmeyer/Marbod-Tochter Weserperle S. Wie Weltmeyer aus einer Dynamo-Mutter ist mittlerweile Grand-Prix-erfolgreich unter Holga Finken. 615 eingetragene Turnierpferde verdienten bisher über 200.000,- DM auf deutschen Turnierplätzen. Daraus resultiert ein Zuchtwert in der Dressur von spektakulären 177 Punkten.