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Wir sind keine Tierquäler

Wenn auch Sie für den Erhalt des Hannoveraner Brandes und gegen das Brennverbot sind, tragen Sie sich bitte in die Unterschriftenliste ein!  

Der Hannoveraner Verband wird Ihre Unterschrift mit einem Brief an Bundesministerin Ilse Aigner senden.

Unterschriftenaktion gegen das Brennverbot
Wir sind keine Tierquäler!

Die Unterzeichnenden fordern die Richtigstellung folgender Angelegenheit und die Argumente der Pferdezucht zu berücksichtigen:

Sehr geehrte Frau Ministerin,

als Pferdefreunde setzen wir uns mit aller Entschiedenheit dagegen zur Wehr, als Tierquäler diffamiert zu werden.

In dem Beschluss des Bundesrates vom 15.10.2010, den Schenkelbrand bei Fohlen verbieten lassen zu wollen wird darauf hingewiesen, dass ein Brenneisen über mehrere Sekunden angedrückt wird. Diese Behauptung ist falsch. Ferner wird die Anbringung des Transponders als die mit wesentlich weniger Schmerzen, Leiden und Schäden verbundene Kennzeichnungsmethode beschrieben. Dies deckt sich nicht mit den Beobachtungen in der Praxis.

Die langjährige Praxiserfahrung zeigt, dass dem Fohlen durch den Brand keine „erheblichen Schmerzen, Leiden und Schäden“ zugefügt werden, denn das Setzen des Heißbrandes erfolgt relativ stressfrei und schonend, wie am Verhalten der Fohlen erkennbar ist. Bei dieser bewährten Kennzeichnung wird das Fohlen nicht fixiert.

Der Hinterschenkel ist die am stärksten bemuskelte Körperregion beim Fohlen und somit weitgehend unempfindlich. Unmittelbar nach dem Brennvorgang sind die Fohlen ausnahmslos unauffällig. Spätfolgen treten nicht auf.

Nach dem ersten Jahr des Einsatzes des Transponders müssen wir feststellen, dass diese Methode wesentlich belastender für die Fohlen ist, als sie von den Tierschützern dargestellt wird. Die Abwehrreaktionen sind teilweise sehr deutlich und die notwendige Fixierung manchmal nur mit Gewalt zu erreichen. Das Verletzungsrisiko ist hoch.

Unrichtig ist auch die Behauptung der sicheren Kennzeichnung durch Transponder. Diese sind nicht manipulationssicher, sind nur einem kleinen Kreis von Personen national als Hilfsmittel zur Identifizierung des Pferdes zugänglich und für die Gesundheit der Pferde fragwürdig. Die kleine Narbe an der Stelle der Kennzeichnung ist eine natürliche Reaktion des Gewebes, der Transponder hingegen ist ein Fremdkörper, der ein langfristiges Risiko für die Gesundheit des Pferdes darstellt.

Die Entscheidung des Bundesrates erscheint unserer Meinung nach mit einseitiger Motivation  und Argumentation an der Praxis vorbei getroffen worden zu sein. Sie schadet der Deutschen Pferdezucht, deren Argumente und Erfahrungen nicht berücksichtigt wurden. Wir fordern Sie auf, die gesamte Fragestellung von allen Seiten sachlich-fachlich behandeln und beurteilen zu lassen und darauf hinzuwirken, dass ein fairer Entscheidungsprozess anhand objektiver Fakten eingeleitet wird.